Archiv des MonatsSeptember, 2005

Hat er es verstanden?

Gerade ist wieder eine sehr pädagogische Stunde bei unserem schon sehr berühmten Beamten vorüber gegangen. Wieder einmal haben wir nichts gelernt und verstanden haben wir dadurch natürlich auch nichts.
Meine Mitschüler und ich fragen uns ständig, warum wir überhaupt diesem Unterricht beiwohnen. Was sollen wir da? Im Buch rumlesen kann jeder auch für sich zu Hause - da muss man nicht in der Schule sitzen. Ich denke dieser, vielleicht noch richtig zum beamten werdende, Beamte ist einfach nicht für diesen Beruf geschaffen. Er ist einer der Typen die sich in einem Büro als Abteilungsleiter hinsetzt und seine untergeordneten Mitstreiter irgendwelche Aktenberge durchforsten lässt, auf der Suche nach einer Antwort auf eine Frage, die eh schon keiner mehr weiß. Warum sitzt er in unserem Klassenraum und ist unser staatlicher Bedienstete?
Sachen wie diese lassen uns fast die Schlagadern platzen:

Beamter: Was schreiben Sie denn da?
Schüler: Die Antwort auf die Frage, die Sie uns gestellt haben.
Beamter: Die Frage hab ich ihnen vor fünf Minuten gegeben und sie haben noch nicht mal die paar Seiten in Ihrem Buch dazu durchgelesen?
Schüler: In fünf Minuten alles lesen, verstehen und antworten?
Beamter: Ja ist das denn die Möglichkeit…

Er führt sich an der Stelle doch nur selber in die Irre. Anstatt nach vorne zu gehen und es zu erklären, setzt er uns in Gruppen zusammen und wir müssen uns irgendwas zusammenreimen, bzw. im Internet recherchieren. Was sind nochmal seine Aufgaben als staatlicher Beamter in dieser “Anstalt”? Ach ja, genau Hausaufgaben aufgeben, und diese dann in der Schule beschprechen - anschließend wieder neue aufgeben.

Hoch lebe diese Mensch…

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Tipps zum Vertuschen einer Affäre

Ich bin gerade t-online.de auf einen Artikel gestoßen, bei dem sich meine Nackehaare aufstellen. Hier wird allen Seitenspringern ein Hilfs-Katalog angeboten, welcher vermeiden soll, dass der Partner von der brisanten Affäre erfährt.

Also ich muss doch wohl sehr bitten. Wo sind wir denn mittlerweile angekommen? Die Medien vermitteln den meisten Leuten gerade mit sowas ein völlig falsches Bild. Warum sind wir nicht wenigstens in so einer Sache ehrlich miteinander? Ich frage mich, was es bringt das Ganze erst monate- oder jahrelang zu vertuschen um dann alles schlagartig auffliegen zu lassen und den Partner zu verlassen. Warum sagen wir dem Partner nicht ehrlich, was mit uns los ist, dass uns etwas fehlt, was wir uns nun woanders holen? Ich bin der Meinung, das sowas ja wohl drin sein sollte. Und finde diese Tipps von t-online.de mehr als geschmacklos.

Mein damaliger Mathelehrer hätte dies als “pervers = verkehrt” bezeichnet…

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Gefühle in den deutschen Charts

Als ich mir heute so die deutschen Single-Charts angehört habe, da viel mir besonders auf, dass zurzeit sehr viel Gefühl und Emution in den Titeln der Artisten zu spühren ist.

Entweder dies liegt daran, dass im Moment die Zeit ist, wo dieses Thema viele Menschen beschäftigt oder die Plattenfirmen sind lediglich auf Erlös aus. Eines jedoch steht fest - die Tracks sind nicht einfach so entstanden. Und dieses stimmt mich einerseits fröhlich und anderseits kommen auch traurige Gefühle über mich, wenn ich diverse Titel höre.
Die Firma rollt einen alten Hit wieder auf, mit welchem ich einen sehr schönen Urlaub verbinde, den ich im Sommer 2004 hatte. Dieser Song ist eine Fortsetzung des alten Titels und nicht etwa ein einfaches Cover. Aus dem damaligen Liebesgeständnis wird in diesem Song ein Heiratsantrag.
Ich Und Ich werfen mit ihrem Track “Dienen” eher eine zweideutige Sache auf den Markt, wie ich finde. Der Beat und der Gesang scheint sehr streng und bestimmend, der Text jedoch lässt auf Liebe und höhere Gefühle schließen, wie sie es auch schon in ihrem Vorgänger “Du erinnerst mich an Liebe” geschafft haben. Solche Tracks gehen mir einfach unter die Haut, weil sie etwas Wahres aussagen und ich mich damit identifizieren kann.
Neben den Titeln von Christina Stuermer fällt mir als nächstes Laith Al Deen ins Auge. Sein neuer Song “Leb den Tag” verschafft mir immer gute Laune, egal wann ich ihn höre. Und genau sowas ist ein gutes Zeichen, wie ich immer wieder feststellen muss.
Jedoch nicht nur deutschsprachige Interpreten sind mit Herz und Seele in den deutschen Charts vetreten - auch Urgestalten wie Mariah Carey, Daniel Powter und Juanes verzaubern die Zuhörer täglich mit ihren Texten, auch wenn man nicht immer alles versteht.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass die Musik für mich sehr wichtig ist. Sie sagt etwas über meinen Gemütszustand aus und kann meine Laune verändern. Musik ist mein ständiger Begleiter durch schwere und gute Zeiten, denn sie hat auch in romantischen Situationen ebenfalls eine außergewöhnliche Wirkung, die nicht unbedingt jeder nutzt. Deswegen vergesst nicht, dass es außer HipHop und Techno noch Musik gibt, die etwas wichtiges bewirken und aussagen kann. Meine derzeitigen Favouriten sind Laith Al Deen und Michael Bublé und dazu steh ich, weil mir die Musik einfach ein gutes Gefühl gibt.

Hört gut zu…

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Schlaflos

In den letzten Tagen fehlt mir einfach der Schlaf. Normalerweise nutze ich das Wochenende um den versäumten Schlaf der Woche nachzuholen, jedoch erwies sich das dieses Mal als absolut unmöglich.
Samstag morgen früh aufgestanden um noch einige Dinge zu erledigen und die Kundschaft zufrieden zu stellen - denn ich nehme meinen Job sehr ernst. Und dann abends auf die Piste. Nachts um 3 Uhr wieder zu Hause und nach 7 Stunden von der Großtante aus dem Bett geschmissen, weil sie eine SMS schreiben muss, um mir bescheid zu geben, dass ich vorbei kommen muss, weil sie das mit dem einrichten das DSL nicht hinbekommen. Manchmal glaube ich, dass ich einfach zu hilfsbereit bin, aber ich mache das ja auch gerne - wer sollte es auch sonst machen aus der Familie?
Sonntag Abend dann wieder relativ spät ins Bett und gerade mal zwei Stunden geschlafen, weil mir einfach diese ganzen Gedanken und Gefühle durch den Kopf schweben und ich keine Antworten drauf finde. Es ist schlimm. Oft denke ich, dass man nicht will, dass ich schlafe. Sondern, dass ich nachdenke, über den Tag, was passiert ist und was morgen auf mich zukommen wird.
Heute dann den Tag, nach Ankunft nach der Schule zu Hause, verschlafen - bis 17 Uhr um genau zu sein. Um dann festzustellen, dass ich eigentlich noch länger hätte schlafen können, weil es nichts zu tun gibt.

Doch ich denke, dass auch wieder bessere Zeiten kommen werden. Wo ich morgens nicht mehr alleine auffache und so lange schlafen kann wie ich will. Schön wäre es schon. Doch wie mir eine Freundin heute noch sagte, kann man nicht alles haben, wo ich ihr vollkommen Recht gebe. Alles geht nicht. Jedoch sollte man versuchen eine Art Optimum zu finden - das maximal Mögliche an erfüllten Bedürfnissen. Man könnte auch sagen, dass wir im Leben versuchen die Nachfrage so gut es geht zu befriedigen um nahezu ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu schaffen.
Einen Vorteil jedoch sehe ich. Es kann im Leben so gut wie nie einen Angebotsüberschuss geben!

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Alt und Vertraut vs. Neu und Ungewiss

Wie oft steht man vor einer Entscheidung, auf die man partout keine Antwort finden kann? Es kommt nicht oft genug vor um irgendwann von Routine sprechen zu können. Und das ist auch ganz gut so.

Nur was spricht für was Neues und was für etwas Vertrautes? Meistens versucht man etwas neues mit der beispielsweise alten Partnerin aufzubauen. Man weiß, was einen mit der Ex-Freundin erwartet, denn es war eine schöne Zeit, die man verbracht hat und die nur wegen etwas dummen kaputt gegangen war. Aber diese Person hat einem weh getan und man müsste die ganze Zeit mit dem Gefühl und der Angst leben, dass dies wieder vorkommen könnte.

Von der neuen Dame weiß man, wie sie tickt. Man hat sie ausreichend kennengelernt um einen eventuellen Fehler so gering wie möglich halten. Man mag sie und hat sie lieb gewonnen. Jedoch hat man schon bei geringsten Unstimmigkeiten das Gefühl, dass das zu ungewünschten Konflikten in der späteren Beziehung führen könnte. Die positiven Aspekte überwiegen eigentlich, doch sicher ist man sich nicht.

Nun, gibt es eine Formel um diese Aufgabe oder auch Frage zu lösen? Ich denke nicht, denn dies ist jeweils individuell zu entscheiden. Dies scheint sehr nervig und schade, jedoch hat es den Vorteil Erfahrung zu sammeln und nicht einfach immer zu machen, was einem gerade gesagt wird. Nachdenken ist im Leben sehr wichtig. Davon machen einige Wenige herzlich wenig Gebrauch von.

Alles wird gut…

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Volkswirtschaftliche Gerechtigkeit

Am Wochenende stellte der staatlich Angestellte unsere Hausaufgaben in ein “Teacher-Net”. Diese sollten wir dann runterladen und bis gestern um 16 Uhr wieder an Ort und Stelle hochgeladen haben.
Heute im Unterricht, als wir ihn auf die Auswertung unserer Ausarbeitungen ansprachen, entgegnete er nur, dass er gestern keine Zeit gehabt hätte, sich unsere Hausaufgaben anzusehen. Nun frage ich mich an dieser Stelle, warum wir diese dann dringend bis 16 Uhr hochladen mussten? Ich denke, dass es sich hierbei wieder um das typische Beamtendenken handelt.
Schließlich ging es um die Bestimmungsgrößen der Gesamtnachfrage und des Gesamtangebots, welche in Gruppen ausgearbeitet werden sollten. Der Beamte wies uns darauf hin, dass wir die Lösungen im Buch finden würden. Worauf hin sich alle erstaunt umsahen. So wie er uns ein paar Unterrichtsstunden zuvor gesagt hatte, würde er uns bescheid geben, wann wir die Bücher benötigten, ansonsten sollten wir diese zu Hause lassen, um unnötigen Ballast zu vermeiden. Dieses teilten wir der Staatskraft auch mit, woraufhin er uns entgegnete, dass er sowas nie, aber auch wirklich nie, gesagt hätte. Ich werde dies an der Stelle nicht weiter kommentieren.
Um die Arbeit zu erleichtern fragte einer der Schüler nach dem Buch der Lehrkraft, woraufhin er entgegnete, dass er dieses vergessen habe. Was zum Teufel soll man dazu sagen? Ist es die “Volkswirtschaftliche-Gerechtigkeits-Theorie” dieses Menschen?

Schüler: Ach, Sie dürfen ihr Buch zu Hause lassen, wir jedoch müssen uns dann hier was anhören!?
Beamter: Ich habe meine Hausaufgaben gemacht!
Schüler: Wir doch auch, diese sind doch im Internet und haben hiermit doch gar nichts zu tun.

Ich liebe es…

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Von 100 auf 0

Oft fragt man sich, was man falsch macht. Woran es denn jetzt schon wieder hapert. Im ersten Moment scheint alles in Ordnung zu sein. Man versteht sich, führt ein nettes Gespräch und schmiedet leichte Pläne für die Zukunft und fantasiert ein bisschen. Vielleicht verabredet man sich auch und will sich noch besser kennen lernen.
Doch dann, am Tag des “Meetings”, spricht man kurz vorher nochmal mit ihr und merkt schnell, dass da irgendwo ein Hauch von schlechter Laune ist. Man fragt nach und erhält zur Antwort, dass der Bruder mal wieder so genervt hat, dass die Laune vollkommen draunter gelitten hat. Es ist gar keine Rede mehr davon, dass man eigentlich in ein paar Stunden etwas gemeinsam unternehmen wollte. Mann hakt nicht groß nach um die Laune nicht noch tiefer zu ziehen und sie legt bald auf um sich ersteinmal abzuregen. Eine Stunde später leuchtet ihre Blume wieder grün im ICQ und man fragt vorsichtig nach. Es folgt ein “hihi meine Laune ist schon wieder super”. Sauber, denkt man sich. Und versucht sich für das weitere Gespräch zu präparieren. Im Anschlus fragt man gemächlich nach, was denn jetzt nun anstehen würde. Daraufhin ein “Ich gehe jetzt raus in die Sonne, bis später vllt.” und Mann sackt sich die Hände ins Gesicht schlag auf seinem Stuhl zusammen. Er widmet sich an diesem Tage also anderen wichtigen Dingen.
Bald spricht er sie wieder an, jedoch keine Reaktion - naja, vielleicht war sie wieder einmal draußen, was sicherlich gut sei. Auch die folgenden Tage sind alle Kontaktversuche mangelhaft.
Was soll man da noch denken…

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