Erziehung von Kindern 

Das Glück eine Klausur schreiben zu dürfen, die hauptsächlich die Meinung des Einzelnen verlangt ist nahezu gering. Jedoch konnten das heute einige aus unserem Jahrgang und auch ich war mit von der Partie.

Ich denke, dass das Thema, mit dem sich die Klausur beschäftigte auch wirklich interessant diskutieren lässt. Eine der in der Klausur vorkommenden Fragen möchte ich hier heute zur Schau stellen.

Es geht um die Erziehung der Kinder, was ihren Glauben und ihre Vorstellungen von gewissen Dingen angeht. Ich kann mich gleich auf die Seite der werfen, die sagen, dass es einfach nicht in Ordnung wäre, wenn man den Kindern die Illusionen nehmen würde. Direkt von Anfang an zu sagen, dass es keinen Weihnachtsmann oder keinen Osterhasen gibt, halte ich für grob fahrlässig.
Dies ist nicht nur egoistisch für jeden Einzelnen zu betrachten, sondern muss man auch die Kinder sehen, die mit diesem “aufgeklärten” Kind ihre Zeit verbringen müssen. Beispielsweise bekommen im Kindergarten die Kinder durch vielerlei Situationen gesagt, dass der Weihnachtsmann, bzw. das Christkind, am Heilig Abend die Geschenke verteilt. Ist jetzt aber das Kind in der Gruppe, welches besser bescheid weiß, so wird es in seinem Alter nicht damit hinterm Berg halten, sondern den anderen erzählen, wie er darüber unterrichtet wurde.

Außerdem bin ich der Meinung, dass die Kinder schon irgendwann fragen werden, ob das alles so stimmt und wie es denn dann wirklich läuft, wenn nicht so. Es immer gleich allen auf die Nase zu binden, wie es wirklich ist, ist an der Stelle fehl am Platz.

Dies weicht von meiner normalen Meinung ab, die besagt, dass sobald man etwas weiß, bzw. eine Erkenntnis gewonnen hat, man diese der betreffenden Person auch mitteilen sollte und nicht erst später, weil man gedacht hat, dass der Schmerz dann nicht so groß wird.

Ich komme auch nicht ohne Grund zu dieser Auffassung. Ich sehe nur an mir, dass ich nicht zu Grunde gegangen bin oder mich in den Schlaf geweint habe, als man mir sagte, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Es hat mir nicht geschadet und dann kann es ja wohl auch kaum falsch sein, dass die Eltern ihre Kinder so erziehen.
Hätte es mir weh getan, wie ein paar Lügen, die ich erfahren musste, so würde ich anders darüber urteilen. Hier jedoch appeliere ich an die Eltern der Kinder, dass sie ihren Kindern und deren Fantasie freien Lauf lassen, bis sie die Frage stellen, ob es denn wirklich so ist. Sonst werden Kinder aus der Gesellschaft ausgeschlossen, weil sie schon mehr wissen, als manch andere in ihrer Altersgruppe, was zu Konflikten führt.

Glaubt und denkt woran ihr wollt…

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