20 Jahre AutoBild 

Wir ja vor ein paar Tagen bereits berichtet, war ein Crashtest von Mercedes in Zusammenarbeit mit AutoBild etwas missglückt, welches in ganz Deutschland für Aufruhe sorgte.

Nachdem sich ein Mercedessprecher bereits in der vorherigen Sendung zu einem Statement entschieden hatte um seinen Arbeitgeber möglichst weit mit dem Kopf aus dem Strick zu ziehen, enthielt sich AutoBild erst einmal - angeblich aufgrund von Terminknappheit des Verantwortlichen Sprechers.

Nun war dieser am gestrigen Abend doch noch bereit dazu einen Kommentar zu den Geschehnissen abzugeben.
Was jedoch auffiel war, dass sich dieser auf ein einziges Argument zu stützen versuchte:

AutoBild ist seit 20 Jahren zuverlässig und absolut nicht käuflich.

Die Tatsache, dass sie sich von ihrem Chef-Reporter Michael Specht getrennt haben, hilft AutoBild, nach Aussagen des Sprechers, für unumgänglich. Etwas Derartiges dürfte in dem Verlauf der Karriere des Magazins nicht gedultet werden und Herr Specht müsste nun die Konsequenzen für sein Fehlverhalten tragen.

Ein Statement von Herrn Specht war ausschließlich in getippter Form vorhanden. Dieser versicherte darin, dass er keinerlei Vergütungen seitens Mercedes für dieses Verhalten erhalten würde und sicher sei, dass das System einwandfrei funktionieren würde.

Es bleibt nichts weiter dazu zu sagen, dass AutoBild dadurch höchstwahrscheinlich einen herben Schlag einstecken werden muss, der sich in einer Vielzahl von Lesern äußern wird, die einfach kein Vertrauen mehr in die Test des Verlags stecken werden.

Ich bin weiterhin skeptisch, was diese Sache angeht. Ein abgekartetes Spiel war es, wie auch Herr Specht in seinem Schreiben bestätigte. Der Test in der Mercedes Test Halle war angeblich nur eine filmerische Darstellung der vorher durchgeführten Tests. Man habe gewusst, dass das System im TestCenter nicht funktionieren würde und deshalb das Brett auf der Strecke positioniert, so Specht.

Ich frage mich da nur, warum man den Test in der Halle durchführt, auch wenn man weiß, dass das verzuführende System darin nicht funktioniert und dann auch noch so penetrant lügt, anstatt mit der Wahrheit herauszurücken, die jetzt letztendlich doch noch herausgekommen ist.

Macht euch lieber immer selber ein Bild…

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1 Kommentar »

  1. Julian sagt,

    24. November, 2005 @ 15:33

    Meiner Meinung nach war all dies ein klarer Fake. Wenn es NUR in der Halle nicht hätte funktionieren können hätte man natürlich auf ein Testgelände gehen können, wie es auch sonst immer geschieht. Und wahrscheinlich hätte man auf genau diesem Testgelände auch ein kleines Brett gefunden, ab welchem dann gebremst werden würde. Wie ich es schon sagte, finde ich es echt nicht vernünftig, wie sich ein solch großes und eigentlich anerkanntes Auto-Magazin oder dessen Reporter kaufen lassen (ich denke nicht, dass dieser Reporter keinerlei Vergünstigungen oder Sachpreise :D bekommen hat). Normalerweise dienen solche Systeme echt zum Schutz der Autofahrer und so will man sich natürlich auch auf soetwas verlassen. Was wäre denn, wenn der Airbag aufeinmal nicht mehr funktioniert, weil der Auslösemechanismus bei Regen nass wird und sich damit selbst abschaltet? Ich denke, der Reporter hat ganz klar Mist erzählt und ich finde es gut, dass es noch enttarnt wurde, bevor es doch Leute geglauben, und sich auf ein solch “sicheres” System verlassen hätten.

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