Der Eine tut es - der Andere nicht 

In der letzten Zeit kommt es immer wieder vor, dass ich mich ins Bett lege, versuche zu schlafen und dann irgendwann wieder aufstehe, weil es einfach nicht gelingen will, meinen Kopf abzuschalten und einfach nichts mehr zu denken.

Viele würden es als Plage bezeichnen, alles immer wieder zu durchdenken, weil sie selber eigentlich oft aus dem Bauch heraus ihre Entscheidungen treffen. Ich bin keiner dieser Menschen, die ohne einen Gedanken vorher verschwendet zu haben einfach handelt. Dies ist aufgrund von Erfahrungen, die ich im Laufe meines Lebens gemacht habe und auf meine gute Erziehung zurück zu führen.

Ich denke, dass wenn ich nicht so viel denken würde, wie ich es nun oft tue, ich schon oft in Situationen gekommen wäre, die nicht zu entschuldigen gewesen wären. Es ist ja nicht so, dass ich gar keinen Spaß dadurch habe, aber ich versuche mir vor Ausführung einer Tätigkeit beispielsweise, ein Bild darüber zu machen, welche Auswirkungen diese Handlung haben könnte.

Menschen, die mich kennen und verstehen was ich tue, die wissen, dass ich mit dieser Einstellung und Vorgehensweise bisher immer gut und gewissenvoll gefahren bin und wissen zu schätzen, dass ich mir nicht nur über meine Angelegenheiten den Kopf zerbreche, sondern auch versuche die Probleme anderer zu lösen, in dem ich oft krampfhaft nach einer passenden Lösung suche.

Leute die ich damals traf und die nicht viel darüber nachdachten, was sie gerade machen, haben einen oder mehrere Fehler gemacht, für die sie heute die Zeit gerne wieder zurückdrehen wollten. Sicher sind auch mir Dinge widerfahren, die durchaus negativ waren, jedoch hat jedes dieser Situationen oder Handlungen, Auswirkungen auf meinen Charakter, da es mit in meine Sammlung an Erfahrungen einfliest.

Das es Menschen gibt, die versuchen ohne einen Gedanken an Sachen zu verschwenden, die man auch versuchen könnte ohne diese zu lösen, muss man sich nicht streiten – es gibt Solche und Solche. Die Frage, wer besser fährt ist jedoch eine der Fragen, die man ausschließlich individuell beantworten kann, denn die Antwort ist für jeden Mensch anders. Der Eine hat mit der einen Variante mehr Erfolg, der Andere mit der genau Entgegengesetzten.

Jedem das Seine…

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2 Kommentare »

  1. Bene sagt,

    12. Dezember, 2005 @ 14:20

    Ich finds schön, dass du die passende Variante für dich gefunden hast.

    Ich bin mir nicht sicher was für eine Variante ich benutze, aber ich glaube bei mir ist das situationsbedingt.
    Vor den Fahrprüfungen z.B. war ich so nervös, dass ich einfach abgeschaltet hab und gar nicht drüber nachgedacht habe. Vielleicht ist auch genau das der Fehler, da man leicht in die Situation kommt, unvorbereitet zu sein. Ich versuche nun bewusster an die Sache dran zugehen.

  2. Julian sagt,

    12. Dezember, 2005 @ 17:26

    Ich denke auch, dass man manchmal einfach nicht darüber nachdenken darf, was man gerade tut, oder tun wird. Jedoch kann einem es auch das Genick brechen, wenn man es in manchen Situationen nicht tut. Denn genau dort ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, was man tut, und welche Auswirkungen dies auf einen Selbst, oder auf seine Mitmenschen hat.
    Deswegen sollte jeder einen guten Mittelweg zwischen Denken, und Nichtdenken (:D) finden.

    To think, or not to think…That’s the question :)

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