Zutrittskontrolle 

Das ein Club mit jahrelanger Erfahrung eigentlich dazu im Stande sein sollte einen normalen Arbeitstag zu verrichten, davon geht man doch als zahlender Kunde gerne aus.

Der vergangene Freitag jedoch belehrte mich und ein paar andere Besucher eines besseren. Ein bekannter Szene-Club im schönen Lüdenscheid hatte zusammen mit dem Jahrgang eines Gymnasiums zu einer “Abiturvorfeier” aufgerufen.

Gerne wollte ich mit an diesem Event teilnehmen, war jedoch skeptisch, als dann jedoch sie mich schließlich noch fragte, war gar kein Zögern mehr möglich und ich freute mich bereits auf den Abend.

Als Gäste des höheren Alters trudelten wir gegen 22 Uhr vor dem Club ein und stellten uns in die wartende Reihe. Was jedoch nach ein paar Minuten beobachtet werden konnte war, dass sich die Schlange vor der Tür kein bisschen verkleinerte. Wir blieben jedoch geduldig und warteten weiter. Schließlich bereits bei der inneren Kontrollschleife angekommen und einen Schritt vor dem direkten Zutritt, wurde mich das Voranschreiten versagt und ich musste warten.

Nun stand ich da, alleine, mit einer nicht wirklich gut gelaunten wartenden Meute im Nacken und meine weibliche Begleitung war noch vor mir rein kommen. Sie stand ein paar Meter hinter der Einlasskontrolle und ich ein paar Meter davor. Meine Laune war gedämpft genug.

Schließlich dann das Gespräch der beiden Türsteher, welches meine Laune noch tiefer sinken lies. Der Inhalt dieser Konversation sagte aus, dass die Verzehrkarten ausgegangen seien und keiner einen Schlüssel habe, den sie für die Eröffnung des zweiten Dancefloors benötigten - Einlass war aber nur mit beiden Dingen möglich.

Die Unterhaltungen innerhalb der wartenden Gäste waren jedoch recht erheiternd, was die Lage etwas auflockerte. Relativ unschön war die Warterei jedoch für diverse Angetrunkene, die mit der Enge gar nicht mehr klar kamen und ziemlich schnell weiß ums Gesicht wurden oder sich um ihre Kollegen kümmern mussten, bis sie sich schließlich - nach 60minütiger Anstehzeit - dazu zu entschließen doch lieber wieder an die frische Luft zu gehen.

Ich musste mich, aufgrund der räumlichen Nähe zum Türsteher, regelrecht zügeln einige laute Worte in Bezug auf die doch wirklich geniale Organisation zu verlieren. Ich konnte es mir einfach nicht leisten, weil meine Begleitung drinnen und ich noch draußen wartete. Also galt es den Mund zu halten und einfach abzuwarten.

Nach insgesamt 90 Minuten war es dann soweit - man drückte mir meine Verzehrkarte in die Hand und wünschte mir einen angenehmen Abend. Die nach diesen Sätzen wieder anlaufende gute Laune wurde direkt wieder gestoppt und storniert, als ich an der Garderobe ankam und mir die dort zuständige Angestellte mitteilte, dass kein Platz mehr für meine Jacke war.

Mit einem bösartigen Blick betrat ich also den eigentlichen Club, meine dicke Jacke unter den Arm geklemmt, und hielt Ausschau nach ihr. Endlich gefunden, waren wir beide froh, dass der geplante Abend, nun auch zusammen verlebt werden konnte.

Was ein Abend…

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5 Kommentare »

  1. Felix sagt,

    19. März, 2006 @ 12:58

    Tjo, da stimm ich dir zu! Und dafür das man so lange gewartet hat war es gar nicht so geil….Also ein dickes Minus für den besagten Club gibbet von mir auf jedefall für diese organisatorische Meisterleistung

  2. Björn sagt,

    19. März, 2006 @ 13:00

    Also ich kann dazu auch nur sagen, dass es einem so bekannten Club doch möglich sein sollte seine Veranstaltungen etwas besser zu organisieren!! Als wir dann einmal drin waren, war es ja doch noch ganz nett..

  3. Dj P.U.M.B.A sagt,

    19. März, 2006 @ 13:00

    Dieser B[*zensiert*]dladen “E[*zensiert*]t” ! Da geht man schon lang nicht hin und dann sowas !

  4. crunch sagt,

    19. März, 2006 @ 21:11

    Lüdenscheid ist einfach ne beschissene Stadt um Abends wegzugehen,

    entweder Art/Ballermann/Stock oder irgendwas privates…

    Klar gibt es noch schlimmere Städte, aber im Gegensatz zu Lüdenscheid kenne ich mehrere Städte mit einer weitaus geringeren Einwohnerzahl die es schaffen bessere Clubs auf die Beine zu stellen.

    Und wenn dann mal was geschehen soll müssen erst 15 Gutachter die Lage überprüfen bis dann wieder alles fallen gelassen wird… (siehe Brügge, 80 Cent Club, etc…)

  5. Julian sagt,

    20. März, 2006 @ 11:53

    Jop. Meiner Meinung nach, ist an diesem Abend im A[*zensiert*], und überhaupt in dieser Stadt, wie Lutz schon sagte, Partytechnisch einiges falsch gelaufen. Die Organisatoren hatten keine Ahnung, und das Personal war unfähig, einen schlüssel und einen DJ für den unteren Floor zu besorgen, wobei oben ganze 3 DJs rumsprangen…Echt schlimm…

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