Archiv des MonatsApril, 2006

Das Web ganz nackt

Wie auch durch Dominik berichtet, ist am kommenden Mittwoch CSS-Naked-Day.

Alle, die etwas von sich halten sind dabei - so auch oll1.com.

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Panik!

Ich habe gerade einen halben Herzinfarkt hinter mir. Es ist unglaublich wie “abhängig” ich doch bin. Der Router wollte mich einfach nicht mehr ins Webinterface lassen, er meinte, dass das Passwort falsch sei.

Ohne zu zögern einfach das Teil reseted und es erneut versucht. Panik tat sich auf, als ich bemerkte, dass mir das Standardpasswort einfach nicht einfallen wollte. Ganz ruhig, dachte ich mir und gab die Domain des Routerherstellers ein, auf der ich sicherlich ein Handbuch finden würde. Doch irgendwie wollte der Browser nicht laden. Was war nun los? War die Website von dem Laden jetzt gerade, wo ich sie mal brauchte offline? Das konnte doch nicht sein. Kurz dachte ich nach. Dann die Erleuchtung - ich hatte gar kein Internet mehr. Um mich zu beruhigen nach der Verpackung vom Router gesucht, die natürlich aufgehoben wurde. Doch wo war dieser Karton? Mein Herz schlug noch schneller. Das ganz Haus auf den Kopf gestellt und diese Verpackung war nicht da. Dann fiel es mir wieder ein, ich hatte sie im Keller vom Geschäft gebunkert.

Ab ins Auto und da hin. Der Karton, in der sich der Karton des Routers befand, war schnell gefunden, also schnell wieder ins Auto und ab nach Hause. Zu Hause Packung geöffnet - doch wo war diese Anleitung. Den Karton nach einem doppelten Boden abgesucht, zu finden war jedoch nichts. Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn und meine Hände begannen zu zittern. Wo war das, was ich jetzt gerade brauchte? Schnell meinen Ordner mit Anleitungen durchgeschaut und ja, da war sie - die Anleitung vom Router.

Schnell aufgeschlagen, nach dem Reiter “Deutsch” Ausschau gehalten und nach irgendeinem Screenshot gesucht, der wie das Webinterface aussah. Es gab keinen, also las ich den Wisch von Anfang an durch. Dann der letzte Satz, die Spannung stieg.

Informationen über die Konfiguration des Routers über das Webinterface entnehmen Sie bitte dem Handbuch.

Meine Nackenhaare stellten sich auf. Kalter Schweiß lief mir den Rücken runter. Was zum Teufel hatte ich denn gerade in der Hand? Eine Rolle Klopapier Broschüre? Ich wollte mir dieses Stück Papier gerade in den Mund einführen um es dort zu dem zu zerkauen, was es wert war, als mir die Idee kam, dass da vielleicht irgendwo eine CD-Rom war, auf der ein weiteres Handbuch zu finden sein könnte. Doch wo war die?

Eine Flut an Treiber-CDs später hielt ich sie nun in der Hand - die CD, die mir mein Leben retten sollte. Ich wollte sie umarmen und küssen, doch ich hatte Angst, dass sie dabei vielleicht Schaden nehmen würde, deswegen versuchte ich sie mit zittrigen Händen in mein Laufwerk einzulegen, was sich als äußerst schwierig herausstellen sollte.

Das Autostartfenster öffnete sich und ich klickte auf “Doku”. Ich überlegte kurt, was sein würde, wenn ich das Passwort auch hier nicht finden würde und verwarf diesen auch direkt wieder, weil er einfach zu schrecklich war. Ich scrollte nach unten, immer weiter, und da - JAAAAAAAAAAAAAAAA- da war er, der Screenshot, der das Webinterface-Login darstellte. Doch wo war dieses nervige Wort, was mich schon mittlerweile eine Stunde in Aufruhe hielt?

Ein paar Zeilen weiter stand dann - dass aus acht Zeichen bestehende Passwort. Ein lautes - YEEEEESSSSSSSS - entfuhr meinem Mund. Endlich hatte die Suche ein Ende und wenigstens ein Wort, auf das ich selber nicht gekommen wäre.

Und das an meinem freien Tag…

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Inneres Vakuum

Bereits letztes Jahr berichtete ich von diesem Gefühl, was mich beunruhigte. Jetzt gerade, wo ich hier so sitze und vor mich hin vegetiere, da fühle ich es wieder - seit langer Zeit wieder fühle ich diese Leere in mir.

Ich kann nicht genau schreiben, wie es sich anfühlt. Es ist dieses Gefühl, dass etwas fehlt, was eigentlich da sein könnte. Einen Abend zu verbringen und dabei glücklich zu sein ist etwas anderes, als einen zu verbringen bei dem man Spaß hat. Und so war es auch heute - meinen Spaß hatte ich durchaus, mit Freunden unterwegs gewesen und froh darüber bin ich auch, aber ich würde nicht sagen, dass ich glücklich war oder jetzt noch werde.

Um genau dieses Gefühl jetzt auszulöschen müsste schon fast ein kleines Wunder passieren, was es rein aus Realitätsgründen einfach nicht möglich wäre zu passieren. Genau dieser Gedanke der Machtlosigkeit räumt mich innerlich leer. Ich kann nicht denken und will es auch im Moment einfach nicht wirklich. Jeder Gedanke, den ich anfange, würde mir nur wieder sagen, dass da etwas ist, das fehlt und genau so etwas brauche ich derzeit nicht.

Der Beruf verlangt in den letzten Wochen eine Menge von mir und das bedeutet, dass dort einfach kein Platz für lästige, sinnlose Gedanken ist, die einem eventuell noch die gute Laune verderben. Doch heute, wo ich meine Freizeit eigentlich genießen sollte, da habe ich Zeit nachzudenken und raus kommt das, was hier steht.

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