Verliebtseinabschiedsdilemma 

Die beiden hatten einen wirklich netten Nachmittag miteinander verbracht. Das schöne Wetter an diesem Donnerstag rief in den beiden Verliebten ein großes Gefühl der Glücklichkeit hervor.

Leider war irgendwann die Zeit gekommen, an dem es Abschied genommen werden musste. Der morgige Tag würde früh beginnen und durchaus anstrengend werden. Sie wollten sich nicht aus den Armen verlieren, ein Kuss folgte dem anderen, während er sie zum Auto begleitete.

Schließlich konnte sie sich dazu überwinden einzusteigen und anzuschnallen. Ihr Lächeln verzauberte ihn, er war hin und weg und dennoch traurig darüber, dass die Zeit einmal wieder so schnell vergangen war. Einen Kuss wollte er noch erhaschen, bevor er sie gehen lies und streckte den Kopf zu ihr ins Auto.

Ein lauter dumpfer Ton und ein anschließendes hohes Seufzen erfüllte die Stille der Natur. Er griff sich an den Kopf und konnte noch gar nicht fassen, was gerade eben passiert war. Sie hatte ihm einfach die Tür vor den Kopf gehauen, als er sie liebevoll verabschieden wollte.
Er packte die Tür, schmiss sie zu und lächelte zum Abschied. Sie war ganz perplex und konnte fast noch weniger als er bestimmen was zuvor geschehen war. Sie suchte die richtigen Worte, irgendetwas Entschuldigendes und stammelte es vor sich hin, während sie die Tür wieder öffnete um sich nach seinem Befinden zu erkundigen.

Er entgegnete, dass alles gut sei und sie nun fahren solle. Das Hörnchen auf seiner rechten Schläfe verbarg er dabei geschickt und auch den Schmerz, den er in Wirklichkeit empfand wusste er zu verbergen. Ein trauriges Gesicht schloss die Tür wieder, schaute ein letztes Mal und fuhr dann los.

Verliebt sein tut meist gut - oft jedoch auch weh.

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