Archiv des Monats Juli 2006

Notbremse 

Oft frage ich mich einfach, was ich eigentlich will. Wen will ich? Was will ich? Wieso will ich das gerade so? All solche Fragen stelle ich mir Tag für Tag. Ich sehe eine Frau und frage mich gleich, ob diese was für mich sein könnte und wie eine Beziehung mit der Frau werden würde.

Ich bin nicht verzweifelt oder so etwas. Es ist eigentlich die pure Langeweile, die mich dazu anleitet. Mir fehlt etwas in meinem Leben, für das ich zwingend irgendeinen Ersatz versuche zu beschaffen. Alles was vorher schief gegangen ist, soll beim nächsten Mal keines Falls noch einmal falsch laufen, also wird auf diese Punkte besonders wert gelegt. Es ist dabei meist egal, was die neue Person eventuell für Nachteile mit sich bringen könnte, denn die vorherige Beziehung war ja auch nicht perfekt und eine Beziehung wird nie perfekt werden. Genau das wäre langweilig. Nichts wäre öder als zwei Partner, in deren Beziehung alles vollkommen glatt läuft. Wie sollte so etwas zustande kommen? Wir sprechen hier von einer Beziehung zwischen Mann und Frau. Diese beiden Spezies sind so unterschiedlich, da kann es gar nicht “perfekt” zwischen laufen. Viele Leute begreifen diese Tatsache einfach nicht und verletzten damit viele Menschen. Sobald eine Sache aufgetreten ist, die nicht in das Bild der Beziehung passt, so wird direkt das Großhirn angeworfen und die ganze Liebesgeschichte der beiden wird von Frau analysiert - ich spreche hier gewollt von Frauen, weil mir dies bisher nur bei diesen so aufgefallen ist, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Hat die Frau alles im Kopf durchgekaut, ist schon einiges kaputt gegangen. Mann hat sich Sorgen gemacht und nachgehakt, was denn los ist. Warum sie sich zurückgezogen hat, will er wissen. Sie sagt nur, dass alles okay sei und sie einfach nur mal ein bisschen Ruhe benötigen würde.

Der Herr denkt sich, dass es sie nur um die paar Tage im Leben einer Frau handeln kann, in denen sie mit ihrem Körper beschäftigt ist und lässt die Sache noch ein paar Tage auf sich beruhen. Als er aber nach einigen Tagen noch immer keinen Erfolg verspürt, so hakt er erneut bei seinem Weibe nach. Diese gibt gelassen erneut die bereits verwendeten Gründe für ihr seltsames Verhalten an. Doch Mann will es jetzt genauer wissen. Es muss doch einen Grund geben, warum sich Frauchen so verhält. Es kann doch nicht mehr die rote Phase sein, die sie durchlebt. Da muss doch mehr dahinter stecken. Er fragt also erneut, worauf sie nur sagt, dass nichts ist und sie einfach ein bisschen nachdenken möchte. Mann fragt sich, warum sie denn genau jetzt in den letzten Tagen nachdenken muss - das muss doch einen Auslöser gehabt haben. Er versucht dieses zwanghaft aus ihr rauszukriegen. Frau ist einfach nur genervt. Sie hat jetzt eigentlich keine Lust sich mit ihm zu unterhalten. Sie hat so viel über die Sache nachgedacht, sie braucht jetzt eigentlich erstmal Ruhe. Deshalb versucht sie ihn erneut mit einfachen Dingen zufrieden zu stellen. Sie weiß noch nichts genaueres, nur dass sie etwas nachdenken möchte und die Vor- und Nachteile der Beziehung herausfiltern will. Doch Mann will einfach nicht in Frieden weilen und abwarten. Da platzt ihr schon langsam der Kragen.

Da ist also nicht nur das eine Problem, was dieses Brainstorming der Frau ausgelöst hat, nein, dort sieht die Frau jetzt noch zusätzlich diese penetrante Art, die ihr Partner da an den Tag legt. Was bildet der sich ein? Was geht den das denn an? Ich werde doch wohl noch mal Zeit für mich haben dürfen um nachzudenken?! Sie teilt ihm mit, dass er sie einfach nur mal in Ruhe lassen soll, damit sie in Ruhe nachdenken kann. Dieses macht Mann aber verrückt. Es ist irgendwas - die Alarmglocken beginnen bei ihm zu läuten. Er will ein klares Statement, wie es zwischen den beiden, in ihrer Beziehung, steht. Die Frau ist kurzzeitig wie von dieser Frage erschlagen. Was soll sie sagen? Darüber hat sie noch nicht nachgedacht. So weit war sie noch gar nicht. Wie konnte er sowas von ihr verlangen? Und dann die Frage von ihm, ob er irgendwas falsch gemacht habe. “Sowas fragte er noch?”, denkt sich Frau. Wütend knallt sie ihm ins Gesicht, das da dieses Problem ist, was alles ausgelöst hat.

Mann ist total verdutzt. Warum hat sie nichts gesagt? Sie hatte doch versprochen, dass sie bescheid sagt, wenn irgendwas in der Beziehung nicht klappen würde, oder wenn etwas beginnen würde zu scheitern. Er wird leicht wütend und pflaumt sie deswegen an. Er will wissen, warum sie nicht einfach gesagt hat, was sie stört. Dann hätten die beiden eine gemeinsame Lösung gefunden. Frau fragt sich, was er sich da einmischt. Es sind schließlich ihre Gedanken. Es geht ihn einen Scheiß an, was sie da für sich versucht zu ordnen. Es ist ihr Leben und damit sind es auch ihre Gedanken. Er will wissen, was nun aus den beiden werden soll, ob es so weitergehen wird wie bisher, mit der Ausnahme, dass das vorhandene Problem ausgemerzt wird, oder ob sie eine andere Sache vorgesehen hat. Sie schaut sich verdutzt um und bildet sich schließlich ein, dass mehrere Probleme in der Beziehung akut seien. Was sollte sie noch mit ihm? Wo er ihr nicht einmal Raum zum Denken gab? Hatte sie denn gar keine Privatsphäre mehr? Das war doch nicht sein Ernst.

Dadurch, dass sie nicht antwortet, fragt er nach, ob für sie die ganze Sache nun erledigt sei. Was genau meint er nun damit? Was ist erledigt - das Problem oder die Beziehung? Wieso stellt er diese Fragen? Das hat doch keinen Sinn. Genau so etwas schießt Frau durch den Kopf. Sie schreit ihm ein: “Es passt einfach nicht!” in Gesicht. Nun weiß er nicht mehr, was er machen soll. Warum sagt sie sowas? Das kann doch nicht sein. Bis vor ein paar Tagen, da lief noch alles rund. Nicht einmal gestritten hatten sie sich. Wieso passte jetzt auf einmal nichts mehr? “Wie? Es passt nicht? Was genau passt nicht?”, fragt er sie. “Ja, alles. Nix passt!”, schreit sie zurück.

Was ist nun los? Beide haben sich gegenseitig so hoch geschaukelt, dass keiner mehr auf dem Zweig ist, auf dem er sich zu Beginn des Gesprächs noch befunden hatte. Es wurden Gedanken ausgesprochen, die gar nicht vorhanden waren. Aber kommt man nun wieder raus aus der Sache, das fragen sich beide. Man fragt: “Und du wirfst das jetzt einfach alles so weg? Die ganze schöne Zeit? Einfach so?” Frau fragt sich, warum er jetzt auch noch ihr die Schuld daran gibt. Schließlich war er doch zu unfähig diese Beziehung so zu führen, dass beide zufrieden waren. “Der spinnt doch wohl!” schießt ihr durch denk Kopf. “Ja, es macht doch keinen Sinn so. Es passt einfach nicht.”, sprudelt es aus ihr heraus. Er kann es nicht fassen. Was sagt sie da nur? Er versteht es einfach nicht. Sie ist sich sicher, dass es genau die richtige Entscheidung war, die sie in dieser Situation getroffen hatte. Besser hätte sie es nicht machen können. Was wollte er nur von ihr? Sie war doch nicht sein Sklave, der ihr Rechenschaft ablegen musste. Es war die richtige Entscheidung.

Mann realisiert, dass das Gespräch nun eigentlich nicht mehr zu kippen ist. Sie ist sich zu sicher, was ihre Aussage anbetrifft. Er schlägt ihr vor, dass die beiden sich am kommenden Tag erneut unterhalten, damit dies jetzt hier in einem extremen Streit endet. Er hofft insgeheim, dass ein Gespräch am morgigen Tag überhaupt stattfindet, denn nach dem jetzigen Stand, sieht es, was das betrifft nicht gut aus, aber versuchen muss er es. Er hat keine andere Wahl. Beide verabschieden sich mehr oder minder freundlich und legen sich beide auf ihr Bett. Was war das gerade? War das ein Streit? Oder war das der Anfang vom Ende?

Mann denkt sich, dass er einfach hätte die Fresse halten sollen, als sie noch gesagt hatte, dass nix sei und sie einfach nur ein bisschen Zeit brauchen würde. Genau da hätte er den Mund schließen sollen und warten müssen, bis sie sich von sich aus meldet. Er war also selber Schuld an der ganzen Misere. Aber diese Erkenntnis ergab auch, dass er sie zwangsweise zu einer nicht gewollten Entscheidung gedrängt hatte. Also bestand die Möglichkeit, dass morgen oder in den nächsten paar Tagen wieder alles in Ordnung kommen würde. Er musste sie nur davon überzeugen, dass sie überreagiert hatte und alles seine Schuld gewesen war.

Frau liegt nur da und überlegt, ob es richtig war, wie sie es ihm gesagt hatte. Und ja, das war es, so denkt sie. Er wollte mich einengen. Und genau das will ich nicht. Sie geht ins Bett und schläft - er macht die ganze Nacht kein Auge zu.

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One Night Stand 

Warum ich gerade über dieses Thema schreibe fragt ihr euch jetzt. Auch ich selber habe ein paar Stunden darüber gerätselt, warum dies ein interessanter Text werden könnte. Ich bin der Auffassung, dass sich fast jeder, der sich in einem gewissen alter befindet, bereits einen One Night Stand durchlebt oder auch nur miterlebt hat.

Wieso hat man einen One Night Stand?
Ich denke, dass diese Form der Handlung der Fluchtweg aus einem innerlichen Problemfall ist. Oft beschäftigt einen etwas, wenn man einen One Night Stand hat - man hat Probleme, Sorgen oder derartiges. Man sucht sich daher eine Person aus, der man nah sein kann und mit der man intim werden kann, da es mit dem Menschen, der einem lieber wäre, zurzeit leider nicht möglich ist.

Was macht einen ONS aus und welcher Grenze fällt ein Ausrutscher in diese Kategorie?
Ein One Night Stand ist nicht genau definierbar. Es ist abhängig von der Lebensform und dem Charakter jedes Einzelnen. Meistens bereut man die Nacht nach ein paar Stunden und deshalb muss man nicht wirklich intim werden um einen ONS zu durchleben. Alles, was man normalerweise nur mit seinem vertrauten Liebespartner nach langer Zusammenhörigkeit macht und dies für eine Nacht auch mit einer relativ fremden Person erlebt, ist bereits eine Art One Night Stand. Küssen, Streicheln, etc. - dies sind Handlungen die eigentlich nicht von jeder x-beliebigen Person vorgenommen werden dürfen.

Ist ein One Night Stand schlimm?
Ich möchte fast meinen, dass dem so ist. Alle ONS, von denen ich etwas mitbekommen habe, hatten mehr nicht so gute Nebeneffekte. Vielleicht verletzt man damit einen Freund, der genau deine nächtliche Bekanntschaft zu tiefst vergöttert hat oder man ist nicht einmal Single und die Freundin reagiert auf diese Botschaft nicht so, wie man es sich ursprünglich erhofft hatte. Es gibt noch etliche andere Probleme, die dadurch entstehen können. Das Merkwürdige an der ganzen Sache ist, dass man bis vor dem One Night Stand genau weiß, was für folgen eine solche Handlung haben könnte. Sobald man sich jedoch näher kommt, werden die Gedanken daran immer blasser, bis sie dann erst einmal vollständig weg sind. Erst dann, wenn eh schon alles zu spät ist, dann merkt man wieder, was man eigentlich angestellt hat. Sollte es einem während der Nacht noch wieder einfallen, so wird man sich garantiert einreden, dass das schon okay war, so wie man es gemacht hat - was sollte man auch anderes tun? Wer würde an der Stelle freiwillig abbrechen und die halb nackte Person aufgrund von persönlichen Ego-Problemen kurzerhand rausschmeißen wollen? Das würde der Person nicht imponieren und diese könnte anderen von ihren Gewissensbissen berichten.

Mein Fazit:
Man kann nicht sagen, ob ein One Night Stand eine gute oder schlechte Sache ist. Wie ich schon sagte, hängt dies von den Personen und der Situation ab. Für mich selber ist festzustellen, dass ich keiner bin, der sich für eine Nacht jemandem offenbart, den er nicht gut genug kennt. Intime Dinge sollten auch intim bleiben und dazu bedarf es einer sehr Vertrauten Person, wie der festen Freundin oder der Verlobten. Ich selber setzte auf eine feste Bindung zu einem Weibchen, auf die sich auch im Zweifel warten lässt.
Macht was ihr denkt, aber werdet euch über die anstehenden Konsequenzen klar.

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Tier des Tages 

Gestern ist es zu einem spontanen Shooting mit einem Weltbekannten Schmetterling gekommen. Eine kleine Impression möchte ich den Lesern des Blogs natürlich nicht vorenthalten.

Colorful
Colorful | Foto: oll1

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Pipeline 

Wäre es möglich mir eine alkoholfreie Kühlgetränke-Pipeline direkt bis in meinen Mund zu legen? Ich will gar nicht mehr aufhören zu trinken.

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Das Wort mit L 

Das angeblich schönste Gefühl auf diesem Planeten ist die Liebe. Laut Aussagen der Forscher wäre diese Welt nichts ohne dieses Gefühl, doch worum handelt es sich dabei?

Mit Sicherheit kann das wirklich keiner sagen. Natürlich existieren Einträge in Lexika oder anderen Nachschlagewerken, die Menschen Aufschluss darüber geben sollen, wie sich dieses Gefühl nun letztendlich anfühlen soll, doch ob sie damit wirklich richtig liegen, das möchte ich an dieser Stelle einfach einmal anzweifeln. Es besteht die Möglichkeit, dass noch kein Mensch auf dem Planeten Erde das Gefühl der Liebe überhaupt schon einmal verspürt hat und genauso wahrscheinlich wäre die Tatsache, dass ein solches Gefühl gar nicht existiert. Doch vorher muss einem erstmal klar sein, wobei es sich bei der Liebe angeblich handeln soll.

Die Zuneigung wird als eines der besten Beispiele genommen, wenn man von Liebe spricht. Die Tatsache, dass man sich zu einem Menschen hingezogen fühlt und versucht ihm nah zu sein, das ist Etwas, von dem weise Köpfe glauben, dass es die stärkste Eigenschaft der Liebe ist. Es wird die Grundhaltung zweier Menschen zueinander angesprochen. Sind beide der Meinung, dass sie mit den bereits vorhandenen Dingen keine Freundschaft mehr führen können, so entschließen sie sich mehr zu geben und dem Gefühl der Zuneigung nachzukommen, denn verbunden mit diesem Gefühl ist auch die Sehnsucht und klar die Eifersucht.
Viele sind der Meinung, dass Eifersucht fehl am Platz sind, egal in welcher Art von Beziehung man sich befindet, doch ich kann dieses Denken nur als wirr einstufen. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist dies sogar ein Gefühl, welches eine Beziehung am Leben hält, denn sie drückt nicht aus, dass man dem Partner nicht vertraut, sondern dass man sich darum sorgt, dass das Vorhandene bald vorbei sein könnte - man möchte den Menschen, den man so gerne hat, einfach nicht mehr verlieren. Genau aus diesem Grund empfinden wir zu manchen Situationen in einer Beziehung eifersucht.
Betrachten wir die Sehnsucht, so ist diese mal mehr und mal weniger ausgeprägt. Der Eine verspürt mehr, der Andere weniger davon. Mit Klarheit kann ich nicht sagen, ob es Auskunft darüber gibt, wie sehr man einen Menschen mag und sich zu ihm verbunden fühlt, denn es gibt in jedem Falle Aufschluss darüber, wie eine Person mit seinem eigenen Leben klar kommt. Es zeigt, dass auch ohne den Partner ein Weg gefunden werden kann. Vermisst man einen Menschen, so ist dies kein gutes Gefühl für den Betreffenden, jedoch ein gutes Zeichen, was seine Gefühle zum Gegenüber betrifft, denn egal ist einem dieses dann nicht.

Im Grunde genommen wird das Wort der Liebe von Vielen einfach zu leichtfertig verwendet. Die drei magischen Worte “Ich liebe Dich” sollen laut einiger Aussagen viel für einen Menschen bedeuten. Ist man einmal in die Situation gekommen, in der einem diese Worte im Ohr geklungen haben, so weiß man, wie schwer die Reaktion darauf sein kann. Oft ist man sich seiner Sache nicht sicher, ob der Moment jetzt wirklich gekommen ist und ob die Gefühle, die mit Liebe verbunden sind, auch wirklich stark genug sind, damit man diese drei Worte überhaupt sagen kann.
Gerade in jungen Jahren, werden Sätze dieser Art, achtlos von Jugendlichen verwendet, ohne wirklich zu wissen, was sie eigentlich damit sagen. Es ist so, wie wenn ein Kind im Kindergarten ein neues Wort aufschnappt und absofort täglich an unmöglichen Stellen verwendet. Das Kind weiß genauso wenig was das was er da sagt, wie eine Person, die einem Menschen die Liebe gesteht.

Viele Antworten die gleichen drei Wörter, weil sie mit der Situation überfordert sind oder den Partner nicht enttäuschen wollen. Umso verständlicher ist es dann auch, dass nachdem die Beziehung in diese Situation gekommen ist, für einen der beiden eine nachdenkliche Phase beginnt, in der das Ziel ist herauszufinden, ob man an dieser Stelle schon von Liebe sprechen kann.
Nichts, aber auch wirklich gar nichts kann man machen um herauszufinden, ob dies wirklich Liebe ist, die man dort verspürt, denn es könnte genauso gut sein, dass man ein paar Wochen später jemanden trifft, für den man noch mehr empfindet - vielleicht kann man also erst dann ab dort von Liebe sprechen.

Es gibt keine Definition für Liebe und welche Faktoren eine Rolle dabei spielen. Jeder empfindet es anders und sollte für sich entscheiden, ob er nun gerade dieses Gefühl in sich trägt oder ob es einfach nur ein etwas stärkeres Mögen ist.
Es gibt einen Unterschied zwischen verliebt sein und jemanden zu lieben, doch das ist zu heutiger Zeit, wo Abkürzungen wie HDL unseren Alltag begleiten. Es wird oft vergessen, dass das verliebt sein eine Vorstufe für die Liebe ist. Das ändert aber nichts daran, dass zwischen verliebt sein und den Worten “Ich liebe Dich” eine ganze Weile gar nichts kommt. Nur weil man erst verliebt war und schließlich zusammen gekommen ist, heißt das nicht, dass an dieser Stelle nun direkt von Liebe die Rede ist.

Sich ab und zu zurück zu ziehen und darüber nachzudenken, wer in seinem Umfeld einem wieviel bedeutet, dass sollte das mindeste sein, was ein Mensch tun kann. Nur so kann man ehrlich zu sich und letztendlich auch zu anderen sein. Die breits angesprochene mangelnde Kommunikation in heutigen Tagen ist ebenfalls ein entscheidender Faktor in diesen Dingen. Wie oft wird man mit Fragen und Entscheidungen konfrontiert, über die man direkt keine Auskunft geben kann, weil man sich geistig einfach noch nicht damit befasst hat. Es wird zu wenig nachgedacht und zu viel gehandelt.

Viele Wege führen zum Unbekannten.

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112 

Heute machte sich mein Handy in meiner Hosentasche selbstständig und wählte, trotz aktivierter Tastensperre die Nummer für den Notruf. Nachdem ich Stimmen vernommen hatte, grif ich nach meinem Handy und musste dem Herrn am anderen Ende der Leitung schonend klar machen, dass bei mir alles in Ordnung sei und die Technik mal wieder verrücktgespielt habe.

Doch war das wirklich auch so? Ich frage mich die ganze Zeit, was das zu bedeuten hat. Kommen sie mich jetzt bald holen? :)

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Internet Connection 

Mir ist zu Ohren gekommen, dass es nun bald auch Internet geben soll, welches auf dem Prinzip der Thelepathie bassieren soll.
Finde ich ansich eine nette Sache. Das einzige was mich stört ist, dass es nur in ISDN-Geschwindigkeit verfügbar sein wird. Warum?

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Was ein Morgen 

Er öffnet das erste Mal an diesem Morgen die Augen und holt zu einem tiefen Atemzug aus, doch das erste was ihm in die Nase steigt ist der Gestank von Gülle.
Was muss da für ein Tagesbeginn sein?

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Papyrus Welzi 

Zu beginn von blog.oll1.com wurde mir bereits nahe gelegt mehr zu schreiben. Oft wurde mir gesagt, ich solle anfangen ein Buch zu schreiben.

Mein Leben hätte durchaus das Zeug dazu in Form irgendeiner Geschichte niedergeschrieben zu werden, doch stellt sich das Problem, dass ich mich dafür mit meiner Vergangenheit beschäftigen müsste. Das stellt prinzipiell kein Problem für mich dar, das einzige Problem ist, dass ich im Moment einfach noch zu sehr mit der Gegenwart beschäftigt bin, als das ich mir Gedanken über Vergangenes machen könnte.

Doch vielleicht ist es bald wirklich so weit und Texte wie Kommunikation nehmen ein Kapitel in einem Buch ein, dessen Autor Oliver Schroer ist. Vorstellen könnt ich es mir - nur jetzt noch nicht. Trotzdem danke für euer Feedback und eure Unterstützung!

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Kommunikation 

Kommunikation ist eine wichtige Sache, egal in welcher Art von Beziehung man sich befindet. Fehlt der Draht zu den Eltern, führt das früh oder spät zu Problemen und so ist es auch in anderen Beziehungen. Jedem sollte die Option offen stehen sich mit dem anderen zu unterhalten und über die anfallenden Probleme zu sprechen. Viel zu viele Menschen sind unkommunikativ und handeln sich damit enorme Probleme ein. Nicht jeder weiß, dass die beste Art einen Konflikt zu lösen als erstes mit einem Gespräch behoben werden kann. Dabei kommt es darauf an, wann man sich dazu entschließt. Es sollte eigentlich sofort geschehen, denn dann ist das Problem noch nicht so groß, als wenn man noch länger wartet. Den Schmerz über etwas Derartiges zu reden wollen sich manche Menschen ersparen, auch wenn der Kummer, den sie auslösen, wenn sie warten, weitaus größer ist, als bei einem direkten Gespräch. Eine Freundschaft oder Liebe kann nur erfolgreich sein, wenn man ehrlich zueinander ist. Man muss dem anderen direkt zeigen wenn einen etwas stört oder auch sagen, wenn man etwas gerne haben würde. Falsch ist es zu warten und zu hoffen. Klar sollte man nach einer gewissen Zeit ungefähr wissen, was der andere von einem erwartet und was seine Vorlieben sind, doch sollte die Kommunikation nie einschlafen.

Nun was ist das Problem was einige Menschen haben? Wieso klappt es mit den Freunden aber nicht mit der Liebe? Das Problem ist ganz einfach zu erklären. In einer Freundschaft scheut man meist nicht die Wahrheit zu sagen. Ist man der Meinung, dass der Kumpane nicht gut riecht, dann teilt man es diesem ohne Weiteres mit und es geht weiter wie gewohnt. Wem das Beispiel nicht gefällt, der nimmt sich ein anderes. Genauso gut könnte man ein ehrliches Fazit aus einem miteinander verbrachtem Tag ziehen, welches nicht 100% positiv ist.
Geht man nun von einer Beziehung zweier sich liebenden Menschen aus, so ergibt sich dort eine ganz andere Situation, welche enorme Auswirkungen auf die Kommunikation beider hat. Das Gefühl diese Beziehung müsste perfekt sein macht die Sache einigen zu schaffen und so werden sie direkt stutzig, sobald etwas nicht in vollem Maß so passiert, wie sie sich das eigentlich vorgestellt haben. Eine Phase der Nachdenklichkeit tritt an dieser Stelle ein und die Kommunikation zum Partner wird heruntergeschraubt um sich erst einmal über seine eigenen Gefühle klar zu werden. Gedanken der “Sinnlosigkeit” und des “Irrtums” schwirren einem dann im Kopf herum. Man versucht sich in die Situation des Partners zu versetzen und alles aus seiner Sicht zu sehen, kommt jedoch immer wieder an der selben Stelle heraus - das da Etwas zu sein scheint, was diese perfekte Beziehung nicht mehr als perfekt darstellt. Steht man an diesem Punkt in einer Partnerschaft, so sollte jedem klar geworden sein, dass eine Beziehung niemals perfekt sein kann. Wer jedoch diesem Irrtum unterliegt, der braucht an dieser Stelle eigentlich gar nicht weiter zu lesen, denn dann helfen ihm auch die folgenden Worte nicht weiter. Dieser Mensch muss dann noch weiter für sich die Welt, in der er lebt, erforschen und wird irgendwann die Erfahrung machen.

Ist man einer der Menschen, der weiß, dass aufgrund der Unterschiede zwischen jedem der Menschen, eine perfekte Beziehung gar nicht möglich ist, dann steht man nun mehr vor der Frage, weshalb man an diesem Punkt angelangt ist an dem man zweifelt. Und dort lautet die Antwort dann “mangelnde Kommunikation”. Es sollte vollkommen klar sein, dass das Problem sich weniger ausgebreitet hätte, wenn man direkt miteinander gesprochen hätte. Fragt der Partner, wie der heutige Ausflug war, dann sollte man einfach ehrlich sein und auch mal ein paar kleine negative Aspekte an dieser Aktion erwähnen um sie beim nächsten Mal vermeiden zu können.
Falsch ist es, all dies für sich zu behalten und damit zu riskieren, dass es bei einer ähnlichen Situation wieder zu diesen kleinen negativen Nebensächlichkeiten kommen könnte. Das Problem ist nämlich, dass es anfangs noch Dinge sind, über die man hinweg schauen kann, sie einem mit der Zeit jedoch lästig werden und beginnen zu nerven. Oft sind es eben die kleinen Dinge, die hinterher Großes kaputt machen.

Nur schwer kann man es erklären, doch Kommunikation sollte das Wichtigste in einer Beziehung sein. Egal ob familiär, freundschaftlich oder partnerschaftlich.

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