Archiv des Monats August 2006

Jugendliche Schauspielkunst 

Bus ist nicht gerade das Verkehrsmittel, welches ich in den letzten Monaten häufig verwendet habe. Das hat natürlich alles seine Gründe und diese sind sicherlich auch nicht die Schlechtesten, jedoch hat sich ein Grund vor ein paar Wochen nochmals verhärtet.

So stand ich an der Haltestelle um auf den Bus zu warten. Ich möchte mich durchaus nicht als paranoid bezeichnen, doch als ich die Menschen dort um mich herum erblickte griff ich meine Tasche, samt darin befindlichem Notebook, noch fester. Damit man mir nicht nach sagt, dass es sich um rein oberflächliche Bewertungen meinerseits handelt, möchte ich hinzufügen, dass ich die dort Angetroffenen vorerst still und begeistert beobachtete. Ihre fast vier Nummern zu großen Hosen und darüber hinaus, viel zu weiten Pullover faszinierten mich. Ein eigenartiger Stil, den sicherlich nicht jeder tragen kann und nicht tragen muss, wenn er nichts zu verbergen hat.
Um sich vor Angreifern schützen zu können waren die Männchen mit massiven goldenen Ketten bewaffnet und die Weibchen trugen riesige Schlagringe um die Finger. Sollte man also mit diesen aneinander geraten, so konnte man eigentlich nicht gewinnen. Die bis in die Kniekehlen gezogenen Hosen der Männer machten die empfindlichste Stelle nahezu unverwundbar, was diesen in einer Ausschreitung definitiv zu Gute gekommen wäre.

Besonders bemerkenswert jedoch fand ich die verwendete Sprache, welche eigentlich nicht schwer zu behalten war. Lediglich vier Wörter wurden verwendet, welche erstaunlicher Weise für eine fünfzehnminütige Konversation zwischen den Leuten auszureichen schienen. Der aggressive Tonfall der beteiligten Sprecher samt enormer Gestiken verlie dem Ganzen einen theatralischen Touch.

Während nun der eine damit beschäftigt war dem anderen seinen Ohrring aus dem Ohr zu reißen, welcher dann mit voller Wucht in das Gesicht seines Schmuckdiebes zu schlagen, stieg ich friedfertig in den Bus und beobachtete die Szene von der Loge aus weiter.

Bemerkenswert, das schauspielerische Talent bei den Jugendlichen heutzutage.

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Niemals Beamter werden 

Lehrer sind arme Schweine - nicht einmal 0,50 € für ein Stückchen Kuchen haben sie übrig. Ob der Schuldschein jemals beglichen wird?

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Zu viel Druck 

Im Kopf ist momentan Gewitter und das nicht zu knapp. Heute war ich gar nicht einsatzfähig. Es geht einfach gar nichts, wenn so viel Druck darauf lastet. Ich hoffe ich bin in naher Zukunft wieder hundertprozentig fit, sonst lass ich mich selber einliefern.

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Das rote Licht am Horizont 

Es trieb mir den Schweiß auf die Stirn, als ich bemerkte, dass mein elektrischer Fensterheber versagte. Was sollte ich jetzt machen? Mit der Angst bei einer falschen Bewegung auf der Stelle erschossen zu werden, blickte ich verstohlen aus dem Fenster in die Augen des Mannes, welcher mich angehalten hatte.

Langsam öffnete ich die Tür, mein Pokerface aufgesetzt blickte ich meinen Peiniger direkt an und wünschte ihm einen wunderschönen guten Morgen. Er wieß mich darauf hin, dass es sich um eine allgemeine Verkehrskontrolle handeln würde und er gerne meinen Führerschein und den Fahrzeugschein gesehen hätte.

Ich reichte ihm das Gewünschte an und er machte sich auf um meine Nummernschilder zu kontrollieren. Als er wieder an die Tür tritt fragt er mich, ob ich etwas getrunken habe, worauf hin ich zu überlegen anfange. Ich war mir einfach nicht sicher, ob ich ihm beichten sollte, dass ich eine kleine Flasche Cola intus habe. Ich sage ihm, dass ich nichts der gleichen zu mir genommen habe. Lediglich meine beiden Passagiere grölen mit einem leichten Alkoholpegel, dass sie etwas getrunken haben um eventuell mal in das Röhrchen pusten zu dürfen.

Er schaut mir in die Augen und stellt mir die Frage, ob ich vielleicht andere Dinge zu mir genommen habe. In diesem Moment wäre mir fast eine Frage wie “Fahre ich denn so?” oder “Sehe ich so aus?” rausgerutscht - ich antworte aber mit “Natürlich nicht.”. Es ärgert mich, dass ich mit Schnupfen so aussehe, als hätte ich Rauschmittel zu mir genommen, rege mich aber schnell wieder ab. Er lächelt mich an und wünscht mir noch eine angenehme Weiterfahrt. Mein Gedanke in diesem Moment “Oh, das war ja einfach!” ist wohl verständlich.

Ich schließe meine Tür und starte den Motor. Noch immer kann ich es nicht fassen. Gerne hätte ich sieben Sekunden in das Gerät gepustet, um es dem Beamten zu beweisen. Gerade hatte er mich noch gefragt, ob ich irgendwelche Rauschmittel zu mir genommen hatte und nun lies er mich einfach weiter fahren.

War das eine Falle? Was hätte ich antworten sollen? Hätte ich beichten sollen, dass ich eine Cola getrunken habe?

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Schon GEZuckt…? Danke. 

Nachdem wir gestern Post von der GEZ bekommen haben, ist mir mal wieder in den Sinn gekommen, für was wir hier doch alles Gebühren bezahlen müssen.

Im Grunde genommen kann ich folgendem Zeitungsausschnitt eigentlich nur zustimmen, denn dieser hat schon teilweise wahre Züge an sich.

Ich soll also Gebühren dafür zahlen, dass ich ein Internet-fähiges Gerät besitze, auch wenn ich gar keinen Internet-Anschluss habe? Tja, dann werde ich mal ganz schnell Kindergeld beantragen. Ich hab zwar noch keine Kinder, aber das Gerät ist vorhanden.
Ausschnitt Zeitung

Sollte es irgendwann damit losgehen, dass man jeden Lautsprecher, aus dem der empfangene Radiosender erklingt, Gebühren zahlen soll, bin ich weg aus Deutschland. ;)

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Post von der Front 

Ein brauner dicker Umschlag lag auf meinem Schreibtisch, als ich ins Büro kam. Ich schenkte ihm nicht weiter Aufmerksamkeit, weil es sich bei solchen Umweltpapierumschlägen meist um Werbung von irgendwelchen Lebewesen handelt, die von neuen Medien noch nichts gehört haben. Erst nachdem ich den Rest der Post abgearbeitet hatte öffnete ich ihn, stellte fest, dass mir der Absender nicht bekannt war und wollte es gerade durch meinen Reißwolf schicken, als ich nochmal stutzte.
Ein erneuter Blick brachte Aufschluss über seinen Verfasser - die Bundeswehr. Geschrieben stand, dass sie mich haben wollen. Ich denke, dass sie noch nicht wissen, dass ich so bin, wie ich bin, aber das werde ich ihnen dann schon klar machen, wenn ich Anfang September in Siegen vorbei schaue um deren Einladung nachzugehen.

Es wird wohl wieder Frischfleisch für die Front gebraucht.

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Von gutem Essen 

Nachdem ich immer wieder eine eventuelle Zunahme angesprochen worden war und mich dazu überredet hatte mich mal auf die Personenwaage zu schwingen um die aktuellen Daten abzufragen, musste ich feststellen, dass ich in den letzten sechs Wochen insgesamt zwölf Kilogramm zugelegt habe. Ob das wohl normal ist?

Wie werde ich das jetzt wieder los? Kann mir einer helfen?

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Regenwald 

Nina Hagen ist der Meinung, dass wenn man vom Sternzeichen Fisch ist, man des Öfteren einmal ausläuft. Ich bin der Auffassung, dass Windeln da Abhilfe schaffen.

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Neue Sprechzeiten 

Bei meinem wöchentlichen Besuch bei der Bank um alle Transaktionen einzuleiten und meine Finanzen zu überwachen steiß ich auf einen frischen Angestellten in meiner gewohnten Bankfiliale.
Nachdem ich mich von ihm verabschiedet hatte und vom Thresen wegdrehte, merkte ich wie seine Blicke meinen Rücken durchbohrten. Dann ein hecktisches Wortgewirr, woraufhin ich mich umdrehte um nach dem Rechten zu sehen - es hätte immerhin sein können, dass die Bank gerade überfallen worden war. Ich erblickte nur einen aufgeregt winkenden Mann hinter dem Schalter.
Ich trat meinen Weg zurück zum Thresen an und fragte nach meiner dortigen Ankunft höflich nach, was ich denn für ihn tun konnte. Schüchtern fragte er mich, ob er mich was fragen dürfe, woraufhin ich einfach nur nickte. Als dann die Frage nach einer Hardwareempfehlung kam, wollte ich eigentlich geradewegs den Ort verlassen, doch ich gab ihm die gewünschten Informationen und wünschte noch einen angenehmen Tag.

Fraglich ist nur, warum man gerade mich immer anspricht, wenn es um fragen bezüglich des PCs geht. Für meine Kundschaft bin ich immer gerne bereit, aber diese weiß auch, dass ich auf dem Gebiet bewandert bin.
Es ist nur nicht das erste Mal, wo ich einfach irgendwo von irgendwelchen wild fremden Menschen für eine kleine Beratung angesprochen werde.

Denke über ein neues Tattoo nach - vielleicht auf der Stirn - mit meinen Sprechzeiten.

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Emailmarketing 

Öde Newsletter versüßen mir den Tag meist nicht wirklich. Lediglich der von Spreadshirt heitert mich meist auf. Nicht nur, weil es darin um Design geht, sondern weil es einfach etwas lockerer zugeht.

Heute munterte mich folgende abschließender Spruch im Newsletter auf:

ACHTUNG: Dieser Newsletter wird sich in zehn Sekunden selbst entzünden. Bitte schließen Sie die Fenster, ziehen Sie ein feuerfestes T-Shirt an und verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz zielstrebig in Richtung Notausgang.

Eine schöne Woche

Davon könnten sich einige mal etwas abschneiden ;)

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