Die Dreistigkeit im Hintertürchen 

Der 21. April 2008 war wohl einer der teuersten Tage meines Lebens. Wer der Meinung ist, dass Frauen ein teures Hobby sind, der hat vielleicht nicht unrecht, liegt in diesem Falle jedoch gänzlich falsch. Dieser Tag bescherte mir neue Personalpapiere, neue Fahrzeugpapiere, neue Nummernschilder und neue Passbilder. Für einen Satz Nummernschilder gab ich an diesem sommerlichen Tag knapp 40 Euro aus, was ich wohl noch irgendwann beim Bundeskartellamt melden werde.
In Erinnerung wird mir aber derjenige bleiben, welcher mich so freundlich lächelnd vor dem Bürgerbüro der Stadt Herford abgefangen hatte. Es war nicht mal schwierig mich in seinen Bann zu ziehen, ich hatte schlicht weg keine Wahl. Der Fotoautomat überredete mich mit einer schnellen und unkomplizierten Fotoabwicklung. Für diese Vorabberatung behielt er, zusätzlich zu den 8,– Euro Fotobearbeitungs- und entwicklungsgebühr, noch schnell 5,– Euro Trinkgeld ein. Die gemachten Fotos konnten nach diesem Erlebnis keine wirklich netten und belächelten Bilder mehr von mir einfangen.

Mir macht die zunehmende Automatisierung langsam aber sicher etwas Angst. Nun hat mich Herford gefangen, selbst wenn ich wollte, ich könnte mir ein weiteres Auswandern niemals leisten.

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