Archiv des Monats Juni 2008

Kaffeeexperten 

Die Agentur in der ich arbeite beschäftigt ausschließlich Experten. Dass diese sich nicht nur mit Webdesign, Software und Marketing beschäftigen zeigt der tägliche Konsum des Kaffees. Was wäre eine Internetagentur ohne Internet? Nahezu wie eine Internetagentur ohne ihren Kaffeeautomaten.
Komm bitte bald zurück!

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Lügen 

Verrückt ist, wie oft im Leben man wohl lügt oder noch lügen wird. Es muss ja gar keine richtige Lüge sein. Es reicht ja schon, wenn man ein kleines Stück der Wahrheit einmal nicht preisgibt. Jedes Mal aufs Neue gehen wir davon aus, dass genau diese Lüge niemals an die Person erreichen wird, der wir diese aufgetischt haben.
Was zeigt jedoch die Realität? Meinen Erfahrungen nach ist es meist so, dass gerade die Dinge, die eine Menge Konsequenzen nach sich ziehen, irgendwann rauskommen und dann fast noch mehr Auswirkungen haben, als sie es gehabt hätten, wäre man sofort damit rausgerückt.

Wie jeder Einzelne damit umgeht ist Geschmackssache. Ich könnte jetzt sagen, dass ich aus solchen Erfahrungen gelernt habe und keinerlei Lügen mehr in Umlauf bringe. Es könnte aber genauso sein, dass mich der morgige Tag dazu zwingt die Wahrheit zu verbergen, und wenn die Lüge noch so klein ist.
Lügen ist menschlich und hängt nicht unbedingt mit einer bösen Absicht zusammen, sondern ist meistens auf eine unvorbereitete Situation oder Frage zurückzuführen, in der man die evtl. Reaktionen versucht kurz abzuwägen und dann entsprechend antwortet. Es ist eine innere Schwäche, denn Option zu lügen zieht man nur dann in Erwägung, wenn man sich, mit dem was man tut, nicht hundertprozentig sicher ist und somit auch nicht die Verantwortung übernehmen möchte.

In diesem Falle kann es nur helfen sein Leben und die damit verbundenen Aufgaben immer gewissenhaft und im eigenen Interesse zu bewältigen. Dann braucht man sich auch keine Gedanken darüber machen, ob nun eine Lüge nötig ist oder nicht.

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Nachbarschaftshilfe 

Ich empfinde Mitleid für meinen Nachbarn. Es überkommt mich täglich das Gefühl ihm helfen zu wollen. Doch immer wieder schrecke ich zurück und hege die Hoffnung, dass er es vielleicht dieses Mal besser schafft, auch wenn er alleine ist. Es beschäftigt mich schon lange und ich suche verzweifelt nach einer Lösung, jedoch bin ich bis dato noch nicht fündig geworden.

Wie würdet ihr empfinden, wenn ihr wüsstet, dass euer Nachbar Fuß-Parkinson hat? Ich glaube es muss sich hierbei um ein ganz schlimmes Stadium handeln. Und das obwohl er doch mit seinen ca. 27 Jahren doch noch so jung ist. Es macht mich daher immer sehr traurig, wenn er in sein Auto steigt und die Krankheit wohl auch in diesem Moment wieder einzusetzen scheint. Den Weg zu seinem Gefährt übersteht er jedenfalls scheinbar problemlos und schmerzfrei.

Sobald jedoch der Motor läuft zuckt sein Fuß so heftig, dass sein Motor schreit - nicht aufgrund der Leistung, sondern auch aus Mitgefühl, da bin ich mir sicher. Während mein Nachbar aus seiner Einfahrt herausfährt schießt die Nadel des Drehzahlmessers ca. 15-20 Mal in den roten Bereich. Ich bin mir sicher, dass das ohrenbetäubende Getöse auch den anderen Nachbarn weh tut, aus Mitleid selbstverständlich.

Wir beten, dass seine Krankheit nicht noch schlimmer wird und haben bereits zusammen geschmissen - ein paar Tabletten gekauft, die ihn beruhigen sollen. Hoffentlich wirken diese bevor sein Motor ihm irgendwann um die Ohren fliegt.

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Zufriedenheit am Telefon 

Nachdem mich heute in der Agentur eine ältere Dame anrief, mich bezüglich meines letzten Werkstattbesuches mit meinem Auto befragen wollte und ich sie bat später noch einmal anzurufen, da ich gerade genug mit der Arbeit zu tun hätte, klingelte soeben wieder das Telefon.

Zum einen wundert es mich sehr, dass derartige Befragungen am Freitag noch um eine solche Uhrzeit durchgeführt werden, zum anderen war ich sehr amüsiert, wie wirklich frisch dieses Interview doch ablief. Das hatte nicht zuletzt etwas damit zu tun, dass es sich bei dieser jungen Dame nicht um die Person handelte, die mich ein paar Stunden zuvor angerufen hatte. Es war einfach die Art, wie sie die Befragung begann und auch allgemein rüber brachte.

Ich telefoniere privat sehr wenig, aber mit dieser Person hätte ich stundenlang telefonieren können. Ich weiß nicht wieso genau, aber diese sympathische, klare und feminine Stimme wirkte einfach “anziehend” auf mich.
Nachdem ich gefühlte 90 Mal “sehr zufrieden” gesagt hatte und ein erstes “zufrieden” über meine Lippen kam, als es um das Preis-/Leistungsverhältnis ging, schmunzelte sie etwas und das Gespräch wurde noch lockerer. Wohl gemerkt standen all diese Fragen im Zusammenhang mit meinem letzten Werkstattbesuch und waren auch entsprechend zu beantworten.

Die letzte Frage jedoch war die Krönung und ich wäre fast in lautes Gelächter ausgebrochen, aber die junge Dame sagte wirklich: “So, kommen wir nun zur letzten Frage: Wie alt sind sie?”. Ich habe eine solche Umfrage nicht das erste Mal gemacht und mir hat noch keiner nach dieser Information gefragt, sie wäre ja auch in keiner Weise relevant zu meiner Meinung über die Dienstleistungen meines Vertragshändlers.

Gut verpackt die Frage - schauspielern konnte sie auch gut. Ich warte nun auf einen weiteren Anruf von ihr mit privaten Absichten - vorausgesetzt ich war ihr nicht zu jung.

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Dummspruch 

Heute morgen noch zu mir selbst gesagt: Einfach Zähne zusammenbeißen, das wird schon wieder. Kommt bei Zahnschmerzen allerdings nicht ganz so gut. Mal abwarten, ob sich das noch legt.

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Toilettentieftauchen 

Toilettentieftauchen war in meinem Fall nicht nötig, was ich nur begrüßen kann. Die Tage ist der Hausmeister wieder in mir erwacht. Ich habe einfach mal eben selber die defekte Klospülung repariert. Ich blicke mit Stolz auf meine bisherige Ausbildung zurück.

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Blitz und Donner 

Nachdem ich in der Nacht von Freitag auf Samstag nur knapp den Hagelkörnern entgangen bin, die anschließend fast mein gesamtes Auto demolierten und kräftig von Blitz und Donner angefeuert wurden, bin ich gestern Nacht nur knapp einem zweiten Blitzgewitter entgangen. Mein Kollege meinte noch, dass der Starrenkasten da stehen würde. Eine Bremsung im letzten Moment rettete mich vor dem Zielfoto. Für den Rest der Fahrt identifizierte ich jedoch jedes Bushaltestellenschild als stationäre Fotokiste. Ich werde paranoid.

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Urheberrechtsverletzung 2 

Die Antwort auf meine Email folgte zwei Stunden später. Und wie man sieht hat ist er meiner Aufforderung gefolgt meine rechtswidrig verwendeten Inhalte zu entfernen und hat gleich die ganze Website offline gehen lassen.

Sehr geehrter Herr Schroer,

ich möchte mich mit diesem Schreiben für die Unannehmlichkeit entschuldigen,
die durch meine damalige Homepage entstanden ist.

“Ihre Mitgliedschaft bei Beepworld wurde beendet!”

Ich denke, dass dies ihren Wünschen entspricht.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Bürger

Wunderbar. Doch weit gefehlt. Nach weiteren Recherchen habe ich eine weitere Website von ihm gefunden, welche wieder urheberrechtlich geschützte Inhalte bzw. Grafiken von mir beinhaltet. Wer sich nicht unbedingt erinnert, der schaut sich die erste Version von oll1.com vielleicht noch einmal an.

Sehr geeherter Herr Bürger,

es scheint, als hätten Sie den Ernst der Lage noch nicht ganz verstanden. Mein Aufforderung, die von mir verwendeten Inhalte und Grafiken zu entfernen bezog sich nicht ausschließlich auf diese eine Internetpräsenz.

Weitere Recherchen meinerseits haben ergeben, dass Sie noch immer, von mir urheberrechtlich geschützte, Grafiken online bereitstellen. Damit entspricht noch gar nichts meinen Wüschen. Meine Zeit ist jedoch begrenzt und meine Geduld damit auch.

Ich habe mich bereits wieder mit Screenshots ausgerüstet, sollte ich doch meinen Rechtsbeistand einschalten müssen.

Hochachtungsvoll
Oliver Schroer

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