Arbeitsteilung in der Küche 

In einer Beziehung gilt es die Küche immer mit vorsicht zu genießen. Das Talent der Frauen gutes Essen zu kochen, kann man heute nicht mehr verallgemeinern, da es nur noch wenige weibliche Geschöpfe in den jungen Generationen gibt, die leckere Gerichte zaubern können, aber in der meinigen Generation sind noch ein paar Frauen übrig, die es wirklich drauf haben einen zu begeistern.

Meine Freundin ist auch eine dieser Personen, die mir Tag für Tag wirklich schmackhafte Gerichte vorsetzen. Natürlich tut sie dies nicht, weil ich sie ständig dazu auffordere oder es als ihre Aufgabe in unserer Beziehung sieht, dass sie für das Catering zuständig ist. Sie tut es, weil sie es besser kann als ich und nicht an meinen Kochkünsten drauf gehen möchte. Und sie kann es sehr gut, wofür ich auch jedes Mal aufs Neue dankbar bin.

Doch ich persönlich habe mich schnell nutzlos gefühlt oder gar Angst bekommen, dass sich eine gewisse Ungerechtigkeit in unserer Beziehung breit macht. Daher habe ich mir überlegt, was gegen genau dieses Gefühl zu tun ist.

Und eigentlich ist es auch gar nicht so schwer, die Aufgaben in der Küche entsprechend aufzuteilen. Bei uns läuft es seitdem in 90% der Fälle so ab, dass meine Freundin das leckere Essen zaubert und ich mir zur Aufgabe gemacht habe all die Dinge, die dreckig geworden sind, wieder in einen sauberen Zustand zu bringen und wegzuräumen. Das kann sowohl während dessen geschehen, dann kann man die Zeit in der Küche gemeinsam verbringen und es sammelt sich gar nicht so viel an, oder es passiert hinterher, wenn es gilt die Teller abzuspülen und klar Schiff zu machen.

Arbeitsteilung in der Küche muss demnach auch nicht kompliziert sein. In den anderen 10% läuft es dann mal anders rum, dass ich koche und meine Freundin spült, das ergibt sich dann einfach. Es lässt sich jedoch immer eine Lösung finden, sodass sich keiner ungerecht behandelt fühlen muss und somit Streit aus dem Weg gegangen werden kann.

Meine Freundin mag es, wie das bei uns abläuft, denn in der Vergangenheit war es bei ihr nicht immer so, dass der Partner sich überhaupt irgendwie an den Angelegenheiten in der Küche beteiligt hat und sie somit viel mehr alleine dort ihre Zeit verbracht hat und alles alleine erledigen musste. Auch ich habe bereits schlechte Erfahrungen machen können, was sich z.B. darin äußerte, dass ich sowohl versuchen durfte zu kochen, was dann bei Misserfolg auch noch kritisiert wurde und ich mich anschließend auch noch um den Abwasch kümmern durfte, weil meine Partnerin für den Moment keine Lust dafür verspürte und diese Sache immer vor sich her schob.

Sicherlich muss auch für einen solchen Ablauf erst einmal eine Routine entwickelt werden, in der sich der eine an die Schritte und das Handeln des Anderen gewöhnen muss, aber anschließend kann das alles wirklich gut funktionieren.

Mein Tipp an alle Paare die zusammen wohnen: Arbeitsteilung in der Küche!

Gerne dürft ihr euch in den Kommentaren über eure beziehungstechnischen Automationen und Absprachen äußern, ich bin gespannt, was es bei euch so zu berichten gibt.

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