Herr Schön 

Ich habe gerade eben mit der Hotline von Vodafone gesprochen. Ich meldete mich - wie immer eigentlich - freundlich mit meinem Nachnamen und fügte eine, zu dieser Zeit angemessene, Grußformel hinzu. Anschließend erläuterte ich der freundlichen Dame mein Anliegen, die daraufhin zu erklären begann.

Zwischendrin sprach sie mich immer wieder persönlich mit dem Namen »Herr Schön« an, was mich jedes Mal dazu zwang nicht in Lachen auszubrechen, denn mein Name ist nach wie vor »Herr Schroer« und nicht anders.

Ich muss jedoch sagen, dass mir diese Frau aufgrund der Anrede irgendwie noch sympatischer rüber kam, als sie ohnehin schon war. Klar hätte ich sie darauf aufmerksam machen können, aber ich vertrete die Meinung, dass wenn man den Namen seines Gegenüber nicht richtig verstanden hat, eine Nachfrage angebracht ist. Vielleicht ist dies aber auch eine allgemein gebräuchliche Variante in den Callcentern, die den Kunden ein wenig Honig um den Mund schmieren soll.

Kunde: Guten Abend, mein Name ist Trogarczych.
Beraterin: Ich habe Ihren Namen nicht ganz verstanden - ich nenne Sie einfach Tequila.

Jedoch sehr inspirierend. Ich habe kurz überlegt, ob ich diese Masche nun auch täglich anwenden soll. Mir ist das aber dann doch zu manipulativ. Darum nehme ich mir nun meinen neuen Namen und streiche mir »schön« durchs Haar, bevor ich in Zukunft den Hörer abnehme und mein Gegenüber begrüße.

Auf eine schöne Zeit bei Arcor - nicht ich, obwohl ich überlege bei solch sympatischen Service-Beratern zu wechseln. Darüber werde ich aber mal schön noch eine Nacht schlafen.

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2 Kommentare »

  1. beingboring sagt,

    16. September, 2009 @ 21:29

    Herr Schrör

  2. Steffi sagt,

    17. September, 2009 @ 18:09

    Ach näi, wie scheen ;-)

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