Archiv zur Kategorie Sonstiges

Baustellenstaub 

Ich wohne bereits seit fast fünf Monaten im herrlichen Herford, dem angeblich wundervollsten Zipfel NRWs. Ich mag die Stadt, ich mag die Umgebung mit den angrenzenden Gemeinden und ich fühle mich hier weitestgehend wohl. Klar sind die Menschen hier aus einem anderen Holz, aber das ist eine Hürde, die es zu überwinden gilt und die man auch definitiv überwinden kann.

Bereits zu meinem Einzug hatte gesagt, dass ich die Fenster putze sobald die Bauarbeiten in der Straße abgeschlossen sind. Seit knapp zwei Wochen ist das nun der Fall und die Fenster sind immer noch dreckig. Ständig frage ich mich, warum es draußen so neblig ist, bis mir wieder einfällt, was ich eigentlich zu tun habe. Sobald das Wetter wieder besser ist werde ich mich an die Arbeit machen.

Vielleicht kommt ja auch ein Platzregen, der mir die Unreinheiten von den Fenstern spült. Das wäre herrlich.

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Wärme kommt von innen 

Das schöne Wetter vom Wochenende hat sich auf den Weg nach sonst wo gemacht und hat mich hier einfach im Stich gelassen. Ein Freund berichtete mir zwar, dass es in Köln mindestens genauso schlecht ist, was die Wetterverhältnisse betrifft, aber das beruhigt mich gar nicht, denn für gewöhnlich ist es hier um Längen besser.

Drei Tage steht die Heizung hier auf drei. Drei Tage schon merke ich keinerlei Veränderung was die Raumtemperatur betrifft. Den Schlüssel zur Heizkörperentlüftung habe ich hier liegen, die Lust die Entlüftung wirklich durchzuführen fehlt jedoch in vollem Umfang.

Ich liebe Pullover die einen warm halten und Tee, der schmeckt und gleichzeitig von innen wärm. Ähnlich wie die Gedanken, die mich momentan mit Wärme erfüllen. Ich liebe das Leben!

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Von Eiszapfen 

Es ist bereits so weit. Wir haben Mitte September und ich sitze nicht erst seit heute hier in meiner Wohnung und trinke Tee. Der Grund hat sich zwar geändert, aber Tee bleibt Tee. Was entscheidend hinzukommt ist, dass es schwer fällt hier ohne Decken und warme Gedanken zu überleben. Spontan habe ich also gestern Abend schon die Heizung angemacht und darum gebeten, dass sie mir den Aufenthalt in der Wohnung doch bitte etwas angenehmer gestallten soll. Es reicht nicht ganz, deswegen noch mehr Tee. Ich liebe diesen Tee.

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Kaffeeexperten 

Die Agentur in der ich arbeite beschäftigt ausschließlich Experten. Dass diese sich nicht nur mit Webdesign, Software und Marketing beschäftigen zeigt der tägliche Konsum des Kaffees. Was wäre eine Internetagentur ohne Internet? Nahezu wie eine Internetagentur ohne ihren Kaffeeautomaten.
Komm bitte bald zurück!

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Dummspruch 

Heute morgen noch zu mir selbst gesagt: Einfach Zähne zusammenbeißen, das wird schon wieder. Kommt bei Zahnschmerzen allerdings nicht ganz so gut. Mal abwarten, ob sich das noch legt.

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Toilettentieftauchen 

Toilettentieftauchen war in meinem Fall nicht nötig, was ich nur begrüßen kann. Die Tage ist der Hausmeister wieder in mir erwacht. Ich habe einfach mal eben selber die defekte Klospülung repariert. Ich blicke mit Stolz auf meine bisherige Ausbildung zurück.

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RIP 

In Gedenken an die Eintagsfliege, die sich leider drei Tage gehalten hat und mir nachts auf der Nase rumgetanzt ist. Das nenne ich Durchhaltevermögen.

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Bitte lächeln! 

Nachdem ich mich beim ersten Bissen für das Käsebrot entschieden hatte und das erste Stück in meinem Mund begann zu zerkauen, lächelte mich der Käse mit seinen weißen Haaren an. Habe das Abendessen nun ausfallen lassen und bin direkt zu Kaffee und Kuchen über gegangen.

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Erdnusswurst 

Ich werde es jetzt tun, auch wenn ich einige Zeit überlegt habe. Über das Wochenende habe ich meine Wurst gut gekühlt im Kühlschrank zurückgelassen, da ich unterwegs war. Heute Abend mache ich mir das erste Mal wieder ein Brot mit diesen Leckereien. Was mir jedoch eigenartiger Weise auffällt: Die Putenwurst riecht nach Erdnuss. Ich bin mir nicht sicher, ob es an dem gewürzten Rand liegt oder ob sie schon angefangen hat zu gammeln.
Ich habe dick Remoulade drauf geschmiert, dann geht es besser runter. Ich melde mich, wenn ich von der Intensiv zurück bin.

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Die Dreistigkeit im Hintertürchen 

Der 21. April 2008 war wohl einer der teuersten Tage meines Lebens. Wer der Meinung ist, dass Frauen ein teures Hobby sind, der hat vielleicht nicht unrecht, liegt in diesem Falle jedoch gänzlich falsch. Dieser Tag bescherte mir neue Personalpapiere, neue Fahrzeugpapiere, neue Nummernschilder und neue Passbilder. Für einen Satz Nummernschilder gab ich an diesem sommerlichen Tag knapp 40 Euro aus, was ich wohl noch irgendwann beim Bundeskartellamt melden werde.
In Erinnerung wird mir aber derjenige bleiben, welcher mich so freundlich lächelnd vor dem Bürgerbüro der Stadt Herford abgefangen hatte. Es war nicht mal schwierig mich in seinen Bann zu ziehen, ich hatte schlicht weg keine Wahl. Der Fotoautomat überredete mich mit einer schnellen und unkomplizierten Fotoabwicklung. Für diese Vorabberatung behielt er, zusätzlich zu den 8,– Euro Fotobearbeitungs- und entwicklungsgebühr, noch schnell 5,– Euro Trinkgeld ein. Die gemachten Fotos konnten nach diesem Erlebnis keine wirklich netten und belächelten Bilder mehr von mir einfangen.

Mir macht die zunehmende Automatisierung langsam aber sicher etwas Angst. Nun hat mich Herford gefangen, selbst wenn ich wollte, ich könnte mir ein weiteres Auswandern niemals leisten.

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