Archiv zur Kategorie Staatliches

Format c: 

Kaum gestartet, gab es heute auch schon die ersten klaren Anweisungen. Vergessen hieß es. Wir sollten alles vergessen, was wir uns bisher angeeignet haben. Das musste man mir natürlich nicht zweimal sagen. Wie man mir später begreiflich machen wollte allerdings mit Einschränkungen. Das es sich, bei dem zu Löschenden, lediglich um unser wissen im Design-Bereich handelte, kam leider erst nach Format c: für mich raus.

Jetzt versuche ich mir ganz schnell alle lebensnotwendigen Fähigkeiten wieder anzueignen. Das mit dem Bloggen habe ich mir Gott sei Dank aufgeschrieben. Problematisch war nur, dass diese Buchstaben auf dem Zettel nicht lesen konnte und es daher einige Zeit gedauert hat, bis ich verstand was da abgebildet war.

Ich hoffe ich krieg das mit der Toilette wieder in den Griff, bevor diese das nächste Mal nach mir ruft.

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Ich bin raus! 

Ich bin raus. Seit über einem Jahr bereits. Und nun auch schon wieder drin. Unverständlich eigentlich. Es hieß zwar immer, dass es danach für immer erledigt wäre, aber da haben sich wohl einige doch zu früh gefreut.

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Gammel Torte 

Ich betrat den Verwaltungstrakt um die Ausbeute für den dort gestern abgelieferten Kuchen einzusammeln. Mit vorsichtigen Bewegungen nährte ich mich der Anrichte, auf der ich diesen am Tag zuvor abgestellt hatte und bemerkte, dass noch eines der Stücke übrig geblieben war.

Als ich gerade die Haube darüber verschließen wollte, warf ein Beamter meines Vetrauens noch gekonnt einen Euro in die Schüssel und griff nach dem bereits über einen Tag alten Kuchen.

Hätte ich ihn über den Zustand des Kuchens unterrichten sollen? Ich kam zu dem Schluss, dass unterrichten seine Aufgabe sei und schwieg. Mahlzeit!

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Der Tag als ich den Glauben an mich selbst verlor 

Grüßt man eine Lehrkraft aus der Entfernung, weil das einfach eine Höflichkeitsfloskel ist, so heißt das meiner Auffassung nach nicht, dass ich Lust und Zeit für Smalltalk habe.

Es soll jedoch Beamte geben, welche die verlassene Treppe für ein Pläuschen mit dem Schüler ausnutzen wollen. Von ihr wurde ich sogar vorerst für einen neuen Kollegen gehalten, was sie mir zuerst mitteilte. Nachdem diese Botschaft zu meinem Kopf durchgedrunken war überkam mich fast der Ekel - ich konnte mich jedoch noch einmal zurück halten.

Wie kann man nur auf die Idee kommen, dass ich mich in die Position eines Beamten begeben würde? Sehe ich so aus? Ich bin geschockt!

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Niemals Beamter werden 

Lehrer sind arme Schweine - nicht einmal 0,50 € für ein Stückchen Kuchen haben sie übrig. Ob der Schuldschein jemals beglichen wird?

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Wer im Glashaus sitzt 

Ein Fremdwort flog der Klasse ins Gesicht. Unsichere Blicke wurden getauscht - keiner wusste mit was genau man es hier zu tun hatte. Nochmals fragt der Beamte nach, ob jemand dieses Fremdwort definieren könnte, doch es bleibt still. Keiner weiß eine Antwort und so kommt es dazu, dass der staatlich Angestellte aufbrausend unterstellt, dass man das doch wissen müsse. Worauf hingegen ein Schüler antwortet, dass er in der Schule wäre, damit man es ihm beibringt. Der Lehrer schaut verdutzt und entgegnet, dass er dies der Klasse bereits gelehrt habe, woraufin der Schüler zu lachen beginnt und nur spöttisch meint, dass dies ja wohl super geklappt haben muss.

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Bloß nicht frech werden! 

Setzt sich der ach so geliebte Beamte neben einen um dem vorne gezeigten Film zu folgen, so muss man sich schon zügeln nicht irgendwie mit dem Stuhl ein paar Meter wegzurücken. Fragt der Mann dann auch noch nach einem Stift, so rutscht einem fast ein “Kauf dir einen!” heraus.

Ich bin halt immer wieder über organisierte Menschen erfreut :)

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Der alkoholisierte Röntgenapperaturpapa 

Der Beamte betrat den Raum, was schlagartig ein kaltes Gefühl in die Augen der Anwesenden trieb. Man fühlte sich übergangen und war erbost über sein an den Tag gelegtes Organisationstalent. Er setzte seinen Weg zum Pult in der Mitte des Raumes fort und stellte seine Materialien auf diesem ab.

Mit einem hinterlistigen Lächeln begrüßte er die Klasse und versuchte sich etwas in Sachen Smalltalk. Als er jedoch merkte, dass auf diese Art der Konversation keiner einging griff er in seinen Koffer und hob dabei einen Stapel Blätter heraus. Sein nächstes Ziel war die Tafel, an welche er mit roter Kreide einen Notenspiegel zauberte, dass den Beteiligten der Mund aufklappte. Schließlich noch den Durchschnitt 4,7 drunter setzen und dann wieder zum Pult.

Dann sprach er einen der Anwesenden laut an und zog dabei dessen Klausur aus dem Stapel. Er wollte zitieren, was dem Beteiligten gar nicht recht war und darum bat dieses zu unterlassen. Der Beamte grinste nur schelmisch. Auch die Hinweise des Datenschutzes, auf die andere im Raum aufmerksam machten, störten ihn nicht weiter. Er las laut aus der Lösung des jungen Herren vor. Nichts wirklich Spektakuläres, man bemerkte jedoch die Befriedigung in den Augen des staatlich Angestellten, während er die Zeilen vor sich her sprach.

Mit mehr oder weniger nötigen Kommentaren, verteilte er die restlichen Klausuren an den Rest der Menschen aus. Die Schuld selber suchte er ausschließlich bei dem “niederen Volk” und nicht etwa bei sich - wie sollte das auch sein? Ein Beamter, welcher nicht in der Lage war vernünftig sein Wissen an die Menschheit weiterzugeben, war gar nicht existent.

Für mich war die Einstellung des staatlich Angestellten mehr als niveaulos, sodass ich mich entschloss dieses Themengebiet voraussichtlich nicht mehr weiter zu führen.

Es lebe der alkoholisierte Röntgenapperaturpapa mit seiner Lese-Schreib-Lernmethode.

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Guten Morgen! 

Sobald die Woche beginnt, man um kurz nach sieben seinen “Chef” begrüßt und der direkt damit beginnt, was er denn alles so Negatives in seinem Kopf hat, dann ist die Woche schon halb gegessen.

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Beschaffungsmaßnahme 

Immer wenn die Tage länger werden, dann steht auch bald Ostern vor der Tür - so auch dieses Jahr wieder - wer hätte das gedacht.

Heute dann der verdiente Start in zwei Wochen Schulfrei. Für einige geht es in den Urlaub, andere relaxen zu Hause, andere Lernen oder gehen Arbeiten, nur einer der hat anderes zu tun.
Und dabei handelt es sich natürlich, wie sollte es anders sein, um einen staatlichen Angestellten, welcher es während seines Urlaubs richtig Brennen lies. Er machte uns klar, dass man den Klassenraum auch schnell zum gerade benötigten Softwareladen umfunktionieren kann. Mit einer unauffälligen Frage startete er sein Verhandlungsgespräch mit dem unsrigen Großmarkt.

Beamter: Womit brenne ich am besten DVDs?

Nachdem sich alle wieder gefangen hatten, antwortete der Erste mit einem Softwarevorschlag. Ich hielt dies für eine durchaus vernünftige Antwort, meine Antwort wäre sicher etwas wie “mit einem DVD-Recorder” gewesen.
Wir setzten unsere Arbeiten an den Aufgaben fort, die er uns gegeben hatte und er stapfte weiter durch den Raum. Keine 40 Sekunden vergingen da waren erneut Laute aus seinem Mund zu vernehmen.

Beamter: Und wo bekomme ich das Programm am besten her?

Der vorherige Informant schmunzelte leicht, sagte jedoch nichts. Schließlich setzte er einen ahnungslosen Gesichtsausdruck auf.

Beamter: Haben Sie das zufällig auch?

Eine Bestätigung seitens des Schülers war zu vernehmen. Der Beamte setzte seinen Schritt durch über den Großmarkt fort. Während seiner schleichenden Bewegungen war in seinem Gesicht klar zu erkennen, dass sein Gehirn arbeitete - und zwar auf Hochtouren.

Beamter: Und wie groß ist dieses Programm?

Nachdem sein Informant diese Frage mit “20MB” beantwortet hatte, schoss es aus dem Beamten wie aus der Pistole geschossen aus dem Mund.

Beamter: Haben Sie das dabei?

Ein Nicken war zu erkennen und der Staatsdiener bewegte sich, fast zeitlich mit dieser Geste, schnellen Schrittes Richtung Pult. Seine Euphorie war gar nicht zu übersehen. Wie ein General, der siegreich aus einer Schlacht gezogen war.

Beamter: Moment, ich hole meinen USB-Stick!

Gesagt, getan. Auf bald stand er vor seinem neuen Softwarelieferanten und streckte ihm die Hand mit dem USB-Stick entgegen. Schnell war das Programm überspielt und der Beamte zog mit einem glorreichen Grinsen davon.

Eine neue Art der Beschaffungsmaßnahme - frohe Ostern allen Lesern!

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