Archiv zur KategorieStaatliches

Nun aber fair!

Eine Klausur, die ausschließlich den, im Unterricht besprochenen, Stoff abfragt, hatten wir bei diesem Beamten bisher nicht. Deshalb war das Erstaunen heute wirklich groß, als wir uns die Klausur vornahmen und keine Unklarheiten auftraten.

Sollte es nun so sein, dass in der Richtung eine Besserung bei dem Staatsangestellten zu verbuchen ist, dann bin ich guter Dinge das Fach auch - wie ursprünglich geplant - mit ins Abitur zu nehmen.

Es wird natürlich weiterhin fleißig berichtet :)

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Hierarchie

Der heutige Tag hat mir gezeigt, dass man immer einen Vorgesetzten hat, nach dem man sich richten muss, auch wenn dieser durch einen Lehrer in der Schule symbolisiert wird. Man kann noch so viel Recht haben - nur was der Beamte sagt zählt.

Schon die ganze Nacht hatte ich mir den Kopf über eine Argumentation zerbrochen und mir alles perfekt parat gelegt um auch wirklich bodenständig zu bleiben - ich bin keiner der, die einfach drauf los reden, ein bisschen nachdenken schadet an der Stelle keinesfalls.

Im Grunde ging es darum, dass es nicht sein kann, dass wir die Hausaufgaben per Internet am Sonntagabend bekommen und dann noch zwei Tage Zeit haben die Aufgaben zu bearbeiten, während der Beamte sich geschlagene fünf Tage heraus nimmt um diese zu stellen. Selbst wenn man davon absieht, dass man die Hausaufgaben am Ende der Stunde und nicht am Wochenende aufgibt ist die Ungerechtigkeit klar zu erkennen.

Da der Lehrer klar im Unrecht ist, jedoch für jedes Gespräch in dieser Richtung nicht empfänglich ist und gleich abblockt, haben wir uns entschlossen mit seinem Vorgesetzten zu reden, denn es gibt immer noch einen der über dem anderen steht ;)

Klingt komisch - ist aber so.

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Schuldfrage

Nachdem es jetzt schon lange nichts mehr aus dem staatlichen Sektor zu berichten gab, ist heute eine ziemlich große Bombe eingeschlagen, welche ich keinem Leser vorenthalten möchte.

Der Beamte stellte heute die Schuldfrage und meinte gleich auch die Antwort liefern zu müssen. Das weniger gute Abschneiden des gesamten VWL Kurses hatte ihn wohl doch etwas mehr mitgenommen, als er ursprünglich zugeben wollte.
Das die Schülerschaft diese Schule besucht um dort ihr Abitur zu machen wollte er nicht als Grund ansehen, den man zum lernen hat. Es solle uns Spaß machen für dieses Fach zu lernen und genau da liegt das Problem - es macht einfach kaum jemandem Spaß. Der Unterricht ist zu oberflächlich und es kommt dem entsprechend wenig dabei rum, sodass eigentlich der gesamte Unterricht zu Hause durch das Buch stattfindet.

Nachdem eine Schülerin ihre Meinung in die Diskussion einbrachte lief diese direkt aus dem Ruder und der Beamte blockierte vorerst völlig, indem er den Ton der Schülerin extrem kritisierte um scheinbar erst einmal Zeit zum Nachdenken zu bekommen und vom der Wahrheit - die die Schülerin ausgesprochen hatte - abzulenken.

Auf die Lösungsvorschläge der Schülerschaft wollte der Beamte nicht weiter eingehen und setzte am Ende doch seinen Vorschlag durch. Von seiner Seite aus herrschte schon bereits 15 Minuten vor Stundenende eine völlige Stille und ein weniger erfreutes Gesicht schmückte die Vorderseite seines Kopfes. Das Gespräch war nicht so verlaufen wie er sich das zu Hause zurecht gelegt haben muss - er hätte damit rechnen müssen, dass wir Behauptungen dieser Art nicht auf uns sitzen lassen würden.

Wie es insgesamt in diesem Fach weitergeht steht noch im Raum. Man kann nur das Beste hoffen und an gewissen Stellen geben.

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Typisch staatlich

Vorhin mit einem Freund nach Hause gefahren. An einer Verengung der Straße freundlich einem Polizeifahrzeug den frei gemacht, indem wir vor der Ausbuchtung warteten und anschließend gleich dafür angemacht worden.

Der Fahrzeugführer des grün weißen Partybusses kurbelte das Fenster herunter und mein Kollege tat es ihm nach. Dann der folgende Dialog:

Beamter: Gibts ein Problem, oder worauf wartest du?
Kollege: Es gibt kein Problem, wir wollten Sie nur freundlich vorbei lassen.
Beamter: Das ist ja interessant, da wären ja zwei LKWs aneinander vorbei gekommen.
oll1: Besser zu vorsichtig, als etwas zu riskieren.
Beamter: Naja, tschüss.
[...]

Ich musste fast anfangen zu lachen. Was war das für eine Aktion? Man wird also im deutschen Staat schon dafür von der Polizei schräg angemacht, wenn man gutmütig Auto fährt? Ich glaub langsam echt, dass hier irgendetwas verkehrt läuft. Es war garantiert nicht so viel Platz und man kann sich ja wohl denken, dass so gut wie jeder die Streife vorbei gelassen hätte - das macht man intuitiv so.

Mir viel auf, dass sein Freund auf dem Beifahrersitz ein bisschen vor sich hin grinste. Ich denke mal, dass die beiden sich einen Spaß machen wollten. Ich finde es schlimm, wenn Menschen wie diese ihre “Position” ausnutzen um eventuelle Fahranfänger zu verunsichern. Bei einer langweiligen Schicht muss man dann wohl immer damit rechnen, dass solche Leute auf die Idee kommen sich einen Spaß zu erlauben.

Das fand ich so krass, dass es glatt einen Platz in der Kategorie Staatliches bekommen hat. Typisch Beamte halt…

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Erkenntnis

Für mich ergab sich heute der Satz des Monats. Dieser stammt - wie sollte es anders sein - von einem Beamten, dieses mal weiblicher Natur.

Das stimmt, deswegen muss das richtig sein.

Interessant…

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Egoismus am Arbeitsplatz

Sobald es um die eigene Freizeitgestaltung geht, versteht kein Vorgesetzter Spaß mehr. Dies kann man sowohl auf den beruflichen, als auch auf den schulischen Arbeitsplatz beziehen. Der Kreis der Beamten bildet, leider Gottes, die Vorgesetzten und die Schülerschaft den der Angestellten.

Die kommende Woche besteht, für mich und die anderen Menschen auf meiner Schule, aus vier Tagen, da am Freitag ein beweglicher Ferientag die Woche verlängert. Eigentlich eine schöne Sache, auf die sich auch die Schüler freuten, bis zum heutigen Tag. Um ca. 11.35 Uhr bekamen wir die Mitteilung, dass die kommende Woche mit insgesamt drei Klasuren gefüllt wäre. Eine davon natürlich die Leistungskursklausur in BWL, die keinesfalls zu unterschätzen ist.

Der Grund für dafür ist blanker Egoismus einiger Beamter, die sich zu fein sind etwas für ihr Geld zu tun. Schon oft beklagten wir uns darüber, dass die Korrektur einiger Klausuren einfach zu lange dauern würde und wir so nicht über unseren aktuellen Leistungsstand bescheid wüssten. Die Gespräche, die nach jedem Quartal zwischen Beamten und Schülern stattfinden, konnten in zwei Fächern einfach nicht eingehalten werden. Wie man sich fast acht Wochen zur Korrektur einer Klausur Zeit lassen kann versteht in unseren Reihen keiner.
Klausuren mit weitaus größerem Umfang sind innerhalb von zwei Tagen korrigiert, weil einfach eine kompetentere Lehrkraft am Schreibtisch sitzt. Und nun sollen sich den Stoff für drei Klausuren in einer Woche in den Kopf hämmern und das erfährt man fünf Tage vorher?

Meiner Meinung nach ein wirklich unzumutbares Debakel, was sich die Beamtenschaft da erlaubt. Ihre bequeme Freizeitgestaltung auf Kosten der Schüler auszutragen. Ein Entgegenkommen ist gar nicht in Sicht und auf Diskussionen wird auch nicht eingegangen - es ist einfach wie es ist. Eine Woche zum Korrigieren sollte doch keine Sache der Unmöglichkeit sein. Im Gegenteil - da müsste man ja noch was für sein Geld tun. Lieber alles vor den Ferien schreiben, mit in die Ferien nehmen und am besten erst nach den Ferien anfangen zu korrigieren - genau das sehe ich auch schon wieder kommen.

An der Leistungskursklausur ist nichts zu rütteln, das ist klar wie Kloßbrühe. Jedoch die Beamten der beiden anderen Fächer wären sicher in der Lage ihren Termin zu verschieben. Eine kooperative Klausur mit der Parallelklasse findet nun auch nicht mehr statt, weil die Zeit bis zum Termin zu kurz ist. Warum dann nicht bis nach den Ferien verschieben?

Einfach nur dreist…

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Lukeodas

Im Rahmen einer Mathematikpräsentation habe ich mich mit meinem Vortragspartner entschlossen ein virtuelles Unternehmen zu gründen, welches ein neues Produkt auf den Markt einführt.

Lukeodas
Lukeodas » have a walk | Grafik: oll1

Unsere Funktion bei der ganzen Sache ist die Präsentation der wichtigen Zahlen, was das Betriebsoptimum und -minimum angeht, als auch das Gewinnmaximum in Anwesenheit des “Vorstandes” und etwas “Publikum”.

Auf das es gelingen würde…

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Backofen aus?

Der heutige Donnerstag sollte mir und meinen Mitschülerinen die Erkenntnis auf den Weg geben, dass wir in einem Kreislauf leben, in dem wir geben und nehmen. Oft ist eine gewisse Abhängigkeit zu erkennen.

Für gewöhnlich ist es so, dass das Volk von den Beamten abhängig ist. Dies ist durchaus kein feiner Zug, jedoch müssen wir dies wohl oder übel hinnehmen. Der Schock des Beamten als er realisierte, dass er am kommenden Montag von uns habhängig sein würde und wir im Moment nicht gerade gut auf ihn zu sprechen waren, war klar erkenntlich. Ein gewisser Ärger baute sich in ihm auf und es vielen Äußerungen seinerseits, die man vorher noch nie von ihm gehört hatte.

Beamter: Wenn Sie nicht bald den Mund halten, werd ich fuchtig!

In seiner gesamten beamtentechnischen Ausbildung hätte er doch lernen müssen, dass genau soetwas nicht den Effekt hat, den sich der Verfasser dieses Satzes ursprünglich erhofft hatte. Die Schülerschaft sieht in sich die aufsteigende Macht und realisiert, dass der Beamte nun auch weiß, dass der Erfolg seiner Beamtenprüfung nur zur Hälfte in seinen Händen liegt.
Er nahm dies zum Anlass den Unterricht an der Stelle abzubrechen und uns auf die kommende Unterrichtsstunde vorzubereiten, was sicherlich der ursprüngliche Sinn einer solchen Prüfung gewesen ist. Nun wissen wir schon was auf uns zukommt und wie war an bestimmten Stellen zu reagieren und zu antworten haben.

Beamter: Im Grunde genommen bin ich Ihr Moderator.

Eine nette Definition und eine Erkenntnis für mich, dass ein neuer typischer Beamter bald seinen Dienst für den Staat antreten wird. Dieser handelt natürlich nach dem ökonomischen Prinzip, wie es an unserer Schule auch den Schülern gelehrt wird: Das maximale an Erfolg mit möglichst wenig Aufwand. Er stellt sich einfach vorne hin, gibt ein paar Anstöße und hofft, dass die Schülerschaft die richtigen Antworten gibt. Das erinnert mich ein bisschen an Günter Jauch - eine verblüffende Ähnlichkeit, wobei ich sagen muss, dass mir Herr Jauch wesentlich sympatischer ist, als der Beamte, obwohl ich ihn noch nie getroffen habe.

Dann schlussendlich seine Frage, warum wir in seinem Unterricht so unengangiert seien. Wir gaben ihm auf, sich dazu zu Hause Gedanken zu machen und dies dann in schriftlicher Form mitzubringen - wir sind gespannt, ob er seine Hausaufgaben macht.

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Klappe zu - Affe tot

Schwenkt man mit dem Blick zum Kalender, wird man festestellen, dass heute wieder einer der Tage ist, an dem der spannende Akt der volkswirtschaftlichen Aufklärung durchgeführt wird.

Nachdem wir zwei Stunden der Astrologie durchschlafen hatten, wurde der vorne stehende Beamte durch den Nächsten ausgewechselt - nettes Teamplay, wie sie immer wieder beweisen. Der erste Satz des nun anwesenden Beamten lautete, wie fast jede Stunde:

Beamter: Erstmal alle Laptops zu, bitte!

Danach wies er uns darauf hin ein Blatt Papier aus der Tasche zu nehmen, dieses quer zu legen und anschließend ein von ihm an die Tafel gezeichnetes Schema mitzuzeichnen. Auf eine Diskussion, warum wir dafür nicht die Laptops verwenden dürften, lies er sich nicht ein, er sagte lediglich aus, dass er der Meinung sei wir würden uns nicht richtig auf das konzentrieren können, was er sagt, wenn wir mit dem Laptop arbeiten. Seine Entscheidung stände fest.

Mehr oder minder nahm das Publikum dieses hin und zückte Papier und Stift. Während seiner Erläuterungen an der Tafel kamen nun gewisse Fragen auf:

Beamter: Was könnte man im Prinzip mit den Produktionsfaktoren machen? Herr Schroer bitte.
oll1: Man könnte sie eventuell zu einem zusammenfassen.
Beamter: Und wie könnte man dies dann nennen?
oll1: Produktionsfaktorzusammenfassung?!
Beamter: Em… ja, hmmm. Genau.

Antworten, die in der vorherigen Stunde beantwortet worden waren und bereits in unseren Unterlagen existierten, waren auch mit von der Partie. Jedoch irritierte ihn die Tatsache, dass es außer ihm keiner zu wissen schien.

Beamter: Das sie sich dies alles nicht merken können ist mir klar, aber warum gucken Sie dann nicht in Ihren Unterlagen nach? Dafür sind Ihre Aufzeichnungen doch schließlich da?
Schüler: Die sind auf den Laptops!

Es ging ein großes Stöhnen durch die Menge und der am Pult stehende Entertainer hatte sich in seinen Kalkulationen verspekuliert. Das er so schlau hätte sein müssen daran zu denken, dass er uns die gewünschten Antworten letzte Stunde erst auf die Laptops geschoben hatte, muss an dieser Stelle einfach nochmal erwähnt werden.
Nicht wirklich produktiv sollte sich seine anschließenden Sätze herausstellen:

Beamter: Ach, das ist doch eine Scheiße. Dieser scheiß Unterricht mit den Laptops…

Im weiteren Verlauf dann seine doch sehr frühe Erkenntnis über den scheinbaren Gemütszustand seines Publikums:

Beamter: Sonst macht es mir Spaß mit Ihnen zu arbeiten, aber heute haben Sie eine Art an sich - man kann das gar nicht genau definieren.
Schüler: Wir haben einfach keinen Bock.

Irgendwie auch verständlich. Die teuer angeschafften Notebooks, die jeweils ein Schüler besitzt werden von diesem Herrn einfach nicht wirklich genutzt. Diese sind nicht dafür da um sie mit in die Schule zu schleppen und die Mitschriften dann anschließend zu Hause von Papier abzutippen.
Der Rest der Beamten schafft es schließlich auch dies zu berücksichtigen - fühlt sich dieser Beamte dadurch überfordert ist er laut Meinungen des Publikums einfach fehl am Platz. Es gibt Regeln, an die sich die Schüler halten und deshalb erwarten diese auch von ihrem Gegenüber.

Mittlerweile ist diese Blogform ein fester Bestandteil von oll1.com geworden, dass ich mich entschlossen habe dieser Sache eine eigene Kategorie namens Staatliches gewidmet habe. Dort findet ihr alle, dieser Sektion anghörigen, Beiträge.

Man lernt nie aus…

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Mädchenschrift

Nachdem der Beamte für BWL und Rechnungswesen den Raum betreten hatte, staunte er nicht schlecht, als er die vollgeschriebene Tafel aus dem vorangegangenen VWL-Unterricht erblickte, welche in schönster Schrift, verschiedenen Farben und schlüssig dargestellt war.

Dann wendete er sich an uns:

Beamter: Wem haben Sie denn solch schönes Tafelbild zu verdanken?
Schüler: Herrn B.
oll1: Das wird sich noch ändern, sobald er kein Referendar mehr ist.
Beamter: …aber nicht schlecht. Was fürn Warmduscher!

Klare Sittentrennung also auch im Ramen des Unterrichts - wer den Schülern ein klares und verständliches Tafelbild sondergleichen liefert ist einfach kein richtiger Beamter.

Es lebe kaltes Wasser…

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