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Was für eine Grafik?!

Was haben wir heute? Richtig - Mittwoch. Und dieser Tag ist bekanntlich immer der Tag der volkswirtschaftlichen Lehrkunde. Auch der heutige Tag brachte uns einiges an Kenntnissen.

Nachdem wieder einmal diverse private und absolut nicht zum Unterricht gehörenden Kommentare ausgetauscht worden waren, wurde ein Blatt ausgeteilt und die Arbeit lag wieder bei den Schülern. Die Aufgabe des Lehrers bestand ausschließlich darin durch die Klasse zu irren, auf der Suche nach einer Person, die eine Frage stellen würde, die er beantworten müsste und hoffentlich auch könnte.
Besonders auffällig war, dass er sich für diese Unterrichtsstunde mal wieder so gar nicht rein hing. Die 45 Minuten am Montag waren so wohl vorbereitet als auch bis ins kleinste Detail durchgeplant gewesen - davon merkte man heute jedoch nicht mehr die Spur. Warum auch Mühe geben, wenns dafür keine Punkte gibt?

Während seiner Kontrollgänge fragte mein Tischnachbar ihn darüber aus, welchen Positionen welche Zahlen zugeordnet werden müssten. Nach einer langen nachdenklichen Phase konnte er mit Mühe eine Auskunft geben. Als jedoch schließlich die Aufgabe am Projektor besprochen wurde sollte und der bestrebte Beamte merkte, dass all das, was er vorher auf seinen kleinen Schmierzettel geschrieben hatte - aufgrund der Positionenverschiebungen, auf die ihn mein Nachbar ja aufmerksam gemacht hatte - vollkommen falsch war beendete er die Stunde zehn knapp zehn Minuten vor Schluss mit folgendem Satz:

Beamter: Was ist das denn für eine scheiß Grafik? Ich hab kein Bock mehr. Sie machen sich zu Hause Gedanken darüber. Und tschüss…

Was soll ich sagen? Die Grafik ist von Ihnen edler Herr und dass Sie keinen Bock haben, dass ist nicht Ihr Job. Es ist Ihr Job uns dies in der Schule nahe zu legen und beizubringen - es ist also nicht Sinn der Sache, dass wir uns alles zu Hause erarbeiten und Sie die Stunde nur kontrollieren, ob die Aufgabe auch gemacht wurde.
Ein weiterer Punkt wäre, dass wenn ich immer dann, wenn ich keinen Bock mehr hätte, die Stunde für mich und die anderen beenden und einfach gehen würde, ich eine Fünf-Stunden-Woche hätte, was die Schule anbelangt.

Ich hoffe auf baldige Besserung…

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Verstrickte Tatsachen

Nun, es ist Mittwoch - der Tag der Tage.
Heute war es mal wieder fällig, das Treffen zwischen den beiden Parteien - Beamter vs. Schüler. Ich selber durfte diesem Spektakel beiwohnen.

Dieses Meeting begann mit einem Vortrag über das Verhalten der Schüler während des Unterrichts. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Leistung in 11.2 noch vollkommen zufrieden stellend gewesen, diese aber in 12.1 nicht mehr zu beobachten war. Schuld daran sei die neue Technologie, die wir im Unterricht verwenden. Der Unterricht in unseren Breitengraden sieht wie folgt aus:

School of Future
School of Future | Foto: oll1

Die Lehrkraft deutete uns an, dass wir die Geräte weniger zum erarbeiten von Unterrichtsutensilien, sondern mehr für die Steigerung des Spaßfaktors während des Unterrichts verwenden würden. Ich muss an der Stelle sagen, dass ich dem Beamten an dieser Stelle einmal Recht gebe - die Notebooks sind da um uns nicht in ein zu arg tiefes Loch aus Verständnislosigkeit fallen zu lassen.
Sie geben uns Halt, wenn wir merken, dass man gar nichts mehr versteht. Jedoch ausgenommen sind die Stunden, in denen wir bei diesem ehrenwerten Herrn unterrichtet werden. Denn dort gibt es gar keine Möglichkeit die Technologie zu verwenden. Die Phrase Nummer eins bei Betreten des Unterrichtraums:

Beamter: Guten Tag, meine Damen und Herren. Machen sie ruhig alle Klappen zu.
Schüler *enttäuschtguck*

Deswegen verstehe ich nicht ganz, wie der Leistungsabfall der Klasse auf genau dieses Argument geschoben werden kann. Dies ist lediglich mal wieder ein Beweis, dass die Lehrkräfte einfach ungerne einsehen, dass sie einen oder mehrere Fehler gemacht haben - eine erbärmliche Erkenntnis.

Schließlich noch die Lekung auf das Thema Konjunktur, welches alle etwas aus dem Konzept brachte. Nach einem verständnislosen Erklärungsversuchs seitens des Beamten, betonte dieser, dass das Thema bereits in der Unterstufe durchgesprochen worden wäre. Jedoch kann auch ich mich nicht erinnern, dass ich in Klasse fünf ein solches Thema jemals behandelt hätte - geschweige denn jemals VWL gehabt zu haben.
Da diese Verständnislosigkeit natürlich nicht von eingeplant ist, wird das Verständnis einfach für zu Hause aufgegeben und der Unterricht fortgesetzt, wobei wir wieder bei der alten Leiher wären.

Es ist einfach Sinn der Übung, dass ner Stoff versucht wird zu Hause verstanden zu werden. Der Unterricht ist lediglich dafür da, zu prüfen, ob dies gemacht wurde - sollte dies nicht der Fall sein, so wird trotzdem nicht groß nacherklärt, da die Zeit einfach zu knapp ist.

To be continued…

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Besserung in Sicht?

Heute war es mal wieder so weit - es stand der Unterricht bei unseren beiden speziellen zwei Halb-Beamten statt. Bisher immer eine Qual, heute jedoch eigentlich keine schlechte Sache, so wie ich das beobachten konnte.

Fall 1: Der physikalische Maulwurf

  • Nachdem er den Raum betreten hatte konnte man schon bemerken, dass er sich was für die heutigen zwei Stunden vorgenommen hatte- pünktlich war er zudem auch noch. Er begann auch gleich zielstrebig auf die Menge des Stoffes hinzuarbeiten, die er sich für den Tag vorgenommen hatte. Die Begeisterung seines Publikums hielt sich jedoch in Grenzen. Das er die Lösung, die er eigentlich den Schülern entlocken wollte, selber erarbeitet hat, das ist ihm wohl erst aufgefallen, als er in seinem Auto auf dem Weg gen Heimat war. Er leitete alle nötigen Formeln her um den gesamten Bewegungsablauf einer Achterbahn in einem Looping errechnen zu können. Zwischendrin merke er, dass gar keiner mehr mit ihm war, hielt kurz inne, dann meldete sich ein Schüler, der wenigstens halbwegs Ahnung hatte und dann gings normal weiter.
    Ich denke nicht, dass dies eine Unterrichtsform ist, die standardisiert praktiziert werden sollte, aber er hält sich nur an die Vereinbarung, die getroffen wurde und besagt, dass jeder machen und aufpassen kann, wie er möchte - schließlich sind wir alt genug.

Fall 2: Der volkswirtschaftliche Flussbewohner

  • Nachdem er seinen Unterricht fast wieder einmal begonnen hatte ohne uns überhaupt zu begrüßen, war auch in seinen Zügen zu vernehmen, dass dieser Beamte heute versuchen würde besser zu sein - besser als er es jemals gewesen ist. Ich muss vorab sagen, dass er dieser Tugend nicht nachgekommen ist, jedoch war eine gewisse Steigerung seiner Experience zu vermerken. Dennoch sollte ein noch anzulernender Beamter, wie es dieser ist, nie vergessen, dass nach Dingen, wie im folgenden Dialog gennant, die Schüler sich kaum noch trauen fragen zu stellen:

    Schülerin: Herr Lehrer, wollten Sie uns nicht ein Schema zukommen lassen, indem Sie das Besprochene aus der letzten Unterrichtsreihe unterbringen wollten?
    Beamter: Ja, da muss ich Ihnen Recht geben. Ich bin noch nicht dazu gekommen.
    Schülerin: Wann können wir damit rechnen?
    Beamter: Ach wissen Sie was? Warum stellen Sie das Schema nicht zusammen?

    Ich denke da wird schnell klar, dass dies die Schüler nicht gerade dazu animiert mal Nachforschungen anzustellen.
    Dann diese Versuche eine Situation zu beschreiben. Der Beamte macht mehrere Ansätze und bekommt es doch nicht hin. Bis ich dann einwerfen muss: “Arbeitnehmerüberschuss”. Sein Gesicht war eines, was ich absofort öfter sehen möchte. Dieser verblüffte Ausdruck in seinen Augen lies ein Grinsen in meinem Gesicht erscheinen.
    Und dann der Hammer, dass er drei Termine für uns hätte, an denen er seine Prüfungen bei uns belegen wollte - um ein voller Beamter zu werden.

    Beamter: Und dann am Montag in der sechsten Stunde.
    Schüler: Da haben wir frei.
    Beamter: Wie: Da haben sie frei?
    Schüler: Montags haben wir nach der fünften Stunde Schluss.
    Beamter: Na sehen sie, das klappt ja doch. Die Stunde bekommen sie irgendwann wieder.

    Ja natürlich. Das haben wir ihm auf’s Wort geglaubt. Allein schon aus dem Grund, dass sich dieser nette Herr bereits ca. zehn Unterrichtsstunden von Kollegen erschnorrt hat. Das ist eine freie Stunde, die wir wahrscheinlich nie wieder sehen werden - bzw. nur dann, wenn er mal krank werden sollte. Also Pustekuchen.

Alles in Allem also ein sehr gelungener Tag, an dem wir wieder einmal unseren Spaß hatten.
Auf das es so weiter geht…

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Halb-Beamter vs. Schüler

Heute fand es statt – das Battle zwischen einem Halb-Beamten und eine Horde Schülern. Dass dies nicht gut ausgehen konnte, das kann sich jeder denken. Beide Parteien versuchten eine gemeinsame Lösung zu finden, den gemeinsamen Lernprozess zu verbessern.

Über 45 Minuten wurde diskutiert. Jeder warf bestimmte Argumente ein. Das Hauptproblem in der Gesprächsrunde war, dass keiner seine eventuellen Fehler einsehen wollte und konnte. Das Recht der Schüler auf einen guten Unterricht wurde ignoriert. Es wurde sich gefragt, wie genau ein guter Unterricht aussehen müsse. Klar war, dass die Schüler in der Schule erscheinen, damit sie das benötigte wissen vermittelt bekommen. Des Weitern sollte die Zeit für die Besprechung bestimmter unklarer Aufgaben genutzt werden.

Was in der vergangen Klausur aufgefallen ist war, dass Aufgaben nach den Lösungswegen, die im Unterricht besprochen wurde, gelöst wurden. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Lösungen falsch, bzw. unvollständig waren. Als wir dies dem Beamten mitteilten, so entgegnete er nur, dass wir ihn auf seine Fehler hätten aufmerksam machen müssen. Alle guckten etwas entsetzt – war es nun die Aufgabe der Schüler, den im Unterricht erklärten Stoff des Lehrers zu kontrollieren?
Ich bin der Meinung, dass man in die Schule kommen sollte, damit man lernt, was in der kommenden Klausur dran kommt. Ich bin persönlich nicht dazu bereit, dass ich noch die „Arbeit“, für die der Beamte auch noch bezahlt wird, zu kontrollieren. Ich meine, es ist ja wohl auch nicht Sinn der Sache, dass man sich einen Architekten zum Hausbau nimmt und diesen bezahlt, damit man seiner Arbeit hinterher kontrolliert. Jeder hat seine Aufgaben, die er auch vollständig zu erledigen hat. Wir Schüler haben die Aufgabe, das Gelehrte des Beamten zu verstehen, zu speichern und wieder anzuwenden.

Die Argumente und Ansichten, des verzweifelten Halb-Beamten machten klar ersichtlich, dass er wissen musste, dass dieser sich in einer verzweifelten Lage befand. Aus der er sich nur durch seine etwas höhere Stellung herausreden konnte.

Was kommt bleibt abzuwarten…

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Lernen Beamte?

Heute verging ein weiterer Tag mit Unterricht bei unserem spziellen Freund und staatlichen Angestellten. Wie am gestrigen Tag angekündigt, wohnte unser Schuldirektor der heutigen Unterrichtseinheit bei. Dies sollte uns nicht weiter beeindrucken - nur unsere Authoritätsperson, vorne an der Tafel, sie war plötzlich wie verwandelt.

Völlig ungewohnt war die Tatsache, dass dieser Mensch begann etwas zu erklären. Er verwendete die Tafel um alles etwas besser aufschlüsseln zu können und alle Vorschläge zu sammeln. Zu bemerken war die allgemeine Verwirrung in der Klasse, die alle nicht mit einem solchen Wandel gerechnet hatten.
Würde er nun doch vernünftig werden und erkannt haben, dass es für ihn besser sei, wenn er uns den Stoff so unterschob? Ich konnte mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Ich beteiligte mich aktiv an den Diskussionen, welches einige meiner Mitschüler ebenfalls taten.

Plötzlich konnte ich mir ein Grinsen nicht mehr verkeifen, da war er wieder, unser alter Beamter. Als ihm die Zeit davon rannte, wandte er sich an uns und verkündete:

Beamter: Ich werde Ihnen am Wochendende ein paar Texte ins Internet stellen, die Sie bitte bis zu nächsten Unterrichtseinheit durcharbeiten.

Er wird es nie lernen…

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Hat er es verstanden?

Gerade ist wieder eine sehr pädagogische Stunde bei unserem schon sehr berühmten Beamten vorüber gegangen. Wieder einmal haben wir nichts gelernt und verstanden haben wir dadurch natürlich auch nichts.
Meine Mitschüler und ich fragen uns ständig, warum wir überhaupt diesem Unterricht beiwohnen. Was sollen wir da? Im Buch rumlesen kann jeder auch für sich zu Hause - da muss man nicht in der Schule sitzen. Ich denke dieser, vielleicht noch richtig zum beamten werdende, Beamte ist einfach nicht für diesen Beruf geschaffen. Er ist einer der Typen die sich in einem Büro als Abteilungsleiter hinsetzt und seine untergeordneten Mitstreiter irgendwelche Aktenberge durchforsten lässt, auf der Suche nach einer Antwort auf eine Frage, die eh schon keiner mehr weiß. Warum sitzt er in unserem Klassenraum und ist unser staatlicher Bedienstete?
Sachen wie diese lassen uns fast die Schlagadern platzen:

Beamter: Was schreiben Sie denn da?
Schüler: Die Antwort auf die Frage, die Sie uns gestellt haben.
Beamter: Die Frage hab ich ihnen vor fünf Minuten gegeben und sie haben noch nicht mal die paar Seiten in Ihrem Buch dazu durchgelesen?
Schüler: In fünf Minuten alles lesen, verstehen und antworten?
Beamter: Ja ist das denn die Möglichkeit…

Er führt sich an der Stelle doch nur selber in die Irre. Anstatt nach vorne zu gehen und es zu erklären, setzt er uns in Gruppen zusammen und wir müssen uns irgendwas zusammenreimen, bzw. im Internet recherchieren. Was sind nochmal seine Aufgaben als staatlicher Beamter in dieser “Anstalt”? Ach ja, genau Hausaufgaben aufgeben, und diese dann in der Schule beschprechen - anschließend wieder neue aufgeben.

Hoch lebe diese Mensch…

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Volkswirtschaftliche Gerechtigkeit

Am Wochenende stellte der staatlich Angestellte unsere Hausaufgaben in ein “Teacher-Net”. Diese sollten wir dann runterladen und bis gestern um 16 Uhr wieder an Ort und Stelle hochgeladen haben.
Heute im Unterricht, als wir ihn auf die Auswertung unserer Ausarbeitungen ansprachen, entgegnete er nur, dass er gestern keine Zeit gehabt hätte, sich unsere Hausaufgaben anzusehen. Nun frage ich mich an dieser Stelle, warum wir diese dann dringend bis 16 Uhr hochladen mussten? Ich denke, dass es sich hierbei wieder um das typische Beamtendenken handelt.
Schließlich ging es um die Bestimmungsgrößen der Gesamtnachfrage und des Gesamtangebots, welche in Gruppen ausgearbeitet werden sollten. Der Beamte wies uns darauf hin, dass wir die Lösungen im Buch finden würden. Worauf hin sich alle erstaunt umsahen. So wie er uns ein paar Unterrichtsstunden zuvor gesagt hatte, würde er uns bescheid geben, wann wir die Bücher benötigten, ansonsten sollten wir diese zu Hause lassen, um unnötigen Ballast zu vermeiden. Dieses teilten wir der Staatskraft auch mit, woraufhin er uns entgegnete, dass er sowas nie, aber auch wirklich nie, gesagt hätte. Ich werde dies an der Stelle nicht weiter kommentieren.
Um die Arbeit zu erleichtern fragte einer der Schüler nach dem Buch der Lehrkraft, woraufhin er entgegnete, dass er dieses vergessen habe. Was zum Teufel soll man dazu sagen? Ist es die “Volkswirtschaftliche-Gerechtigkeits-Theorie” dieses Menschen?

Schüler: Ach, Sie dürfen ihr Buch zu Hause lassen, wir jedoch müssen uns dann hier was anhören!?
Beamter: Ich habe meine Hausaufgaben gemacht!
Schüler: Wir doch auch, diese sind doch im Internet und haben hiermit doch gar nichts zu tun.

Ich liebe es…

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Beamtendenken

Am heutigen Tage staute sich einiges in mir auf. Nicht nur, weil ich den Tag nicht mit der Person verbrachte, mit der ich eigentlich gehofft hatte ihn zu verbringen, nein, auch eine beamtete Person ist Schuld an meiner miesen Laune.
Diese noch zur kompetenten Lehrkraft auszubildende Person war also der Meinung, dass wir uns zu Hause ca. 4 Std. mit dem Thema Wirtschaftsordnung befassen sollen. Als ich mir das Blatt erstmals in der Schule ansah, dachte ich mir, dass dies kein Problem wäre. Dennoch stellte sich heute Nachmittag etwas anderes heraus. Dieser Staatsbedienstete gab uns genug Anlass, den ganzen Nachmittag in der Bude vor dem Laptop zu sitzen und irgendwelche Antworten auf Fragen zu suchen, die in den Tiefen weiten des Internets, Lexikas oder andern Medien zu finden sein sollten. Selbst über Kooperation mit einigen Kollegen über Messenger war es nur schwer möglich wunderfeinen Aufgaben zu lösen. Wir durchforsteten Texte, die wir niemals bearbeitet oder gar im Unterricht besprochen hatten. Mir sträubten sich die Nackenhaare.
Als ich dann endlich fertig war und die Datei sicher auf meinem Rechner abspeicherte, durfte ich die vom Beamten festgelegte “Dateinamen-DIN” nicht vergessen, welche sich aus ein paar Buchstaben meines Namens, einem Wirr-Warr an Daten und einer komischen Abkürzung für das bearbeitete Thema zusammensetze. Anschließend überlegte ich mir, wie der morgige Unterricht ablaufen würde: Er würde wieder vollkommen gestresst im Klassenzimmer erscheinen, seine Sachen hastig auf dem Tisch unterbringen, seinen Koffer aufschlagen, nervös seine Unterrichtsutensilien zusammensuchen und uns dann wiedermal verkünden, dass das Halbjahr kürzer als die ganzen anderne jemals zuvor sei und wir ja keine Zeit hätten. Nachdem würde er direkt mit dem Einsammeln der Hausaufgaben beginnen. Zwischendrin würde ihm dann wieder mal eine kleine Anekdote über seine kleine süße Tochter einfallen, die er uns dann ca. 10 Minuten humorvoll versucht einzuverleiben. Worauf hin ich ihn daran erinnern muss, dass wir mit dem Stoff ja sooooooo weit hinterher hinken und ja absolut keine Zeit haben, nur damit er mal wieder realisiert, dass er sich im Unterricht und nicht in Tee-Runde mit seinen anderen Kollegen befindet. Er würde also mit dem Einsammeln fortfahren und auf technische Probleme in bezug auf den Datentransfer stoßen, welche ihn dazu veranlassen einen Computerfachmann aus dem Kollegium zu Rate zu ziehen. Als er mit diesem wieder kommt und der Fehler anschließend behoben ist, zieht er die restlichen Dateien auf seinen Rechner und der Gong veranlasst alle Schüler sich von ihren Stühlen zu erheben und den Raum zu verlassen. Er jedoch greift hastig in seine Tasche und holt Kopien heraus, die er uns bittet bis zum nächsten Mal zu bearbeiten.
Und was das bedeutet, das wissen wir ja…

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